Der Wilhelmstein ist diesmal „richtig“ beim Tag des offenen Denkmals dabei.
Seeprovinz (jpw). Als Vorinformation stehen ehrenamtliche Denkmalpfleger auf der Grünfläche am Steinhuder Ratskellergelände bereit, um Stelltafeln zur lange Zeit vergessenen Burganlage zu erläutern. Mit Hilfe moderner Messverfahren sind ihre Reste wieder sichtbar gemacht worden. Auf Karten des 18. Jahrhunderts ist für die Untiefe vor Steinhude noch die Bezeichnung „Burg“ eingetragen.
Zum zweiten Mal ist die Inselfestung Wilhelmstein in das Programm des Denkmaltages eingebunden. „Doch diesmal klinken wir uns so richtig ein“, sagt Inselvogt Michael Zobel, der die spätsommerliche Saison auf der Insel genießt.
Trotz eines verregneten Frühjahrs und Frühsommers ist der Inselvogt zufrieden: „Die Zahl der Übernachtungen auf der Insel hat sich noch einmal fast verdoppelt“, sagt er. Und auch die neue Gastronomie laufe gut an.
Grund genug auch für die Tagesgäste, bei gutem Wetter ins Boot zu steigen und sich auf den Weg zur Insel zu machen, auf der bereits emsig vorbereitet wird. Gefeiert werden soll das 250. Jahr der Grundsteinlegung für den Wilhelmstein.
Das hindert Zobel und seine Mitstreiter nicht daran, für den Denkmalstag alles auf „seiner Insel“ herzurichten, die er in diesem Jahr früher, freiwillig und geplant zu einem Winterurlaub verlassen will, als im vergangenen Jahr. „Obwohl“, sagt der Inselvogt lachend, „mein unfreiwilliges Festsitzen im Eis im Nachhinein gesehen für die Insel sehr werbewirksam gewesen ist“, und schließt, nicht ganz ernst gemeint: Nun müsse man sich gegebenenfalls etwas Neues ausdenken.
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