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Diskussion um Naturpark Steinhuder Meer

Umweltbildung gefordert Diskussion um Naturpark Steinhuder Meer

Eine Naturparkcard als einheitliche Fahr- und Eintrittskarte und eine Genussroute zu Hofläden und Gaststätten – das sind zwei von vielen Zukunftsideen für den Naturpark Steinhuder Meer. Sie stammen aus dem Entwurf des ersten Naturparkplans, der jetzt zur Diskussion auf dem Tisch liegt.

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Quelle: pr.

Steinhude. Seit der Gründung des Naturparks 1974 sind vielfach Konzepte entwickelt worden, räumen die Planer ein. „Ein Naturparkplan als Gesamtkonzept gab es allerdings in all diesen Jahren nicht“, heißt es in der Einleitung.

Ein solches Werk zu schaffen war schon im Jahr 2008 zwischen den Trägern Region Hannover sowie den Landkreisen Schaumburg und Nienburg vereinbart worden und geht auch auf einen Beschluss der Regionsversammlung von 2013 zurück. Die meisten Naturparks in Niedersachsen operieren noch ohne solche Pläne.

Das Büro BTE hat seine Bestandsaufname im vergangenen Jahr vorgelegt. Es bewertet den Naturpark im Vergleich als gut ausgestattet – mit sechs Mitarbeitern und einem Budget von 800000 Euro im Jahr. Unter anderem mit dem Ranger ist er in den vergangenen Jahren stärker vor Ort präsent geworden.

Gutachter zählt Schwächen auf

Auch wenn der Erholungsraum insgesamt sehr attraktiv ist, listen die Gutachter doch auch eine Reihe von Schwächen auf. So bestehe ein Ungleichgewicht zwischen der stark besuchten eigentlichen Meerregion und dem übrigen Gebiet des Naturparks, weshalb künftig neue Angebote und Infrastruktur abseits des Sees entwickelt werden sollen. Das gilt auch für neue Radwege, etwa am Steinhuder Meerbach entlang. Die Planer wollen die Potenziale der Rehburger Berge und Hagenburgs stärker nutzen und können sich vorstellen, Flächen wie die Klöster Loccum und Mariensee in den Naturpark einzubeziehen.

Bemängelt werden auch ein zu hoher Anteil an Tagesgästen, zu wenig Angebote bei schlechtem Wetter und der hohe Parkdruck in Steinhude. Außerdem bestehe Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit. Eine Besonderheit ist, dass der Naturpark sich nicht selbst um die Naturschutzgebiete kümmert, sondern seine Schwerpunkte bei Erholung und Tourismus, Umweltbildung und nachhaltiger Regionalentwicklung hat. Dafür kann er bei weiteren Naturschutzplanungen als Moderator auftreten.

Die Planer wünschen sich noch mehr Angebote in der Umweltbildung, zum Beispiel mit einem Wanderpass. Neue Aussichtstürme im Norden des Naturschutzgebiets Totes Moor und am Hagenburger Moor und ein Informationspunkt am Mardorfer Feld könnten den Besuchern bessere Einblicke in die Naturräume geben. sok

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