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Eine von vielen möglichen Zukünften

Münchehagen / Dinopark Eine von vielen möglichen Zukünften

Die „wilde Zukunft" zeigt der Dinopark Münchehagen mit einer neuen Ausstellung. Visionen dessen, wie das Leben auf der Erde in fünf, 100 oder 200 Millionen Jahren aussehen könnte, haben Wissenschaftler entwickelt.

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Der Federkranz des Renngreifs erinnert an den Kopfputz der Indianer – womöglich entwickeln sich manche Vogelarten in Millionen Jahren in solch ein Wesen.

Quelle: Foto: ade

Münchehagen (ade). Weltweit sei es die erste Ausstellung dieser Art, sagte Joanna Adams, die den Anstoß für die Entwicklung der Visionen gab. In Film und auf Papier existierten die Vorstellungen der Tiere der Zukunft zwar schon, als nachgebildete Figuren seien sie erstmals nun in Münchehagen zu sehen. Für Sven Neumüller, Geschäftsführer der Loccumer Firma „Wolter Design" war die Umsetzung eine neue Herausforderung. In seiner Werkstatt in der Loccumer Heide sind zwar schon tausende von Lebensformen aus der Urzeit produziert und in den Dino-Park wie auch an viele andere Orte auf der Welt geschafft worden. In die Zukunft ist er vorher aber niemals gegangen.

Tölpelwal und Schneeschleicher, Salzdrache und Renngreif, Riffgleiter und Dinoschildkröte tummeln sich nun in einer Halle des Parks. Die seltsam anmutenden Namen der Wesen sind kaum etwas im Vergleich zu ihrem Aussehen. Der leuchtend-bunte Federreif des Renngreifers ist ein Hingucker, der Salzdrache lässt seine Zunge zum Insektenfang hervorschnellen, die weit über den Kiefer des Schneeschleichers hervorragenden Reißzähne erinnern an Säbelzahntiger.

Manche dieser Visionen könnten ohne weiteres auf dem Pfad stehen, auf dem im Dinopark die Evolution von der Entstehung der Erde bis hin zu den Steinzeitmenschen erklärt wird. Manches sei wie ein Kreislauf der Natur zu betrachten, sagt Alexander Murdoch dann auch. Was sich einmal bewährt habe, das entwickle sich in Millionen Jahren womöglich erneut. Murdoch ist gemeinsam mit seiner Kollegin Uta Richter von „NaTourWissen" einer derjenigen, die die Ausstellung zu wissenschaftlichen Zwecken nutzen wollen. Mit Seminaren, die sie im Dino-Park anbieten, wollen sie insbesondere Schüler der gymnasialen Oberstufe mit Leistungskursus Biologie unterrichten und ihnen anschauliche Stunden zum Thema Evolution bieten. Die Vorstellung dessen, was Paläontologen, Geologen, Klimatologen, Zoologen und Botaniker gemeinsam entwickelt haben und was nun als Ausstellung „The Future is wild" zu sehen ist, hält Murdoch für eine von vielen möglichen Zukünften. Dass der Mensch in dieser Vision fehle, müsse nicht heißen, dass es ihn in fünf Millionen Jahren nicht mehr gebe, meint er. Auf jeden Fall bedeute es aber, dass die Erde auch gut ohne den Menschen existieren könne.

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