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Seeprovinz Filmdreh in Rehburg-Loccum
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz Filmdreh in Rehburg-Loccum
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00:18 01.10.2017
Passende Kulisse: Das Filmteam hat sich auf dem Hof in Münchehagen bereits häuslich niedergelassen. Fotos: ade Quelle: ade
MÜNCHEHAGEN

Das Blaulicht auf dem Wagen aus den Achtzigern blinkt unablässig. Daneben steht die Crew mit der Kamera und legt auf den jungen Polizisten an, der seinen Text ein ums andere Mal abspult, in der Hand eine Tüte mit einer „menschlichen Hand“, während im Hintergrund die Tatortermittler mit einem Absperrband kämpfen. In der nächsten Szene wird Stephan Lindenberg gebeten, dem Polizisten eine weitere Tüte zuzuwerfen. Der Inhalt: der zur Hand gehörige Kopf.

 Regisseur Oliver Nimz beschreibt das Filmgenre als „Crime-Action-Comedy“ – das beschreibe am ehesten das, was sie in Rehburg-Loccum und Umgebung vorhätten. Angelehnt an die amerikanischen Klassiker der Achtziger und Neunziger solle der Film sein, mehr in der heutigen Zeit verortet, aber mit dem Touch einer Gegend versehen, in der die Zeit ein wenig stehen geblieben sei. Ländlich sollte es sein, beschaulich, mit allem Charme, den Dörfer auch heute noch entfalten können.

Alles nah beieinander

 Als Produzent Marco Salecker-Ernst sich auf die Suche nach einem Drehort machte, glaubte er kaum, alle erforderlichen Orte nahe beieinander zu finden. Doch dann kam er mit dem Münchehäger Stephan Lindenberg ins Gespräch, in dessen Band Salecker-Ernsts Frau singt. Alles, was für den Film gesucht werde, meinte Lindenberg, gebe es in Rehburg-Loccum. Den Bauernhof mit alter Scheune könne er selbst beisteuern, die Dorfkneipe mit Saal sei ebenso vorhanden wie ein Hotel, mit einem Gutshof könne die Stadt dienen und ein Verlies lasse sich gewiss noch finden. Der erste Besuch in der Stadt begeisterte Salecker-Ernst und Nimz sofort. Mit so einer geballten Vielfalt passender Drehorte hatten sie nicht gerechnet. Kontakte stellte Lindenberg schnell her. „Das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt der Produzent und Geschäftsführer der freien Produktionsfirma „f hoch 2“ aus Langenhagen.

 Für das Dorf, in dem die Geschichte um einen Stadt- und einen Dorfpolizisten spielen soll – Titel: „2 harte Hunde“ – gibt es bislang den Arbeitsnamen „Felsdorf“. Unterstützung fanden die Filmemacher vor Ort auch – vom Zuwerfen des Kopfes bis zur Organisation eines Dorfballs in Münchehagens „Deutschem Haus“ – wo viele Münchehäger als Statisten mitwirken.

Dreharbeiten für Trailer

 Ein erstes Zwischenspiel hat es schon für wenige Tage gegeben. Auf einem Gut in Kreuzhorst, in Loccums Hotel Rode, auf der Insel Wilhelmstein, in Rehburgs Polizeistation, auf Lindenbergs Bauernhof und noch vielen anderen Orten. Das waren jedoch nur die Dreharbeiten für den Trailer. Die eigentlichen Dreharbeiten sollen im April 2018 beginnen. Rund fünf Wochen sollen sie andauern. Ins Kino kommt „2 harte Hunde“ voraussichtlich zum Herbst/Winter 2018 kommen. ade