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Fischaufstiegsanlage am Meerbach geplant

Für biologischen Austausch Fischaufstiegsanlage am Meerbach geplant

Das Wehr am Meerbach, dem einzigen Ablauf des Steinhuder Meeres bei Mardorf, ist für viele Fischarten nicht durchlässig. Nur für Aale bildete das Wehr mit rund fünf Zentimeter großen Durchlässen schon jetzt kaum ein Hindernis. Aber auch für mittelgroße Hechte, Schleien, Brassen, Rotfedern, Gründlinge, Steinbeißer und andere Arten soll es künftig eine Verbindung vom Meerbach in das Meer geben.

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Geschäftsführer August Lustfeld plant für den Kreisverband für Wasserwirtschaft eine Umgehung des Wehres am Meerbach. 

Quelle: jpw

Seeprovinz (jpw). Der für das Auslaufbauwerk zuständige Kreisverband für Wasserwirtschaft in Nienburg plant eine Fischaufstiegsanlage.

Zwischen dem Wasserspiegel des Steinhuder Meeres und dem des Meerbaches besteht eine Differenz von rund 70 Zentimetern. „Die Fische springen in das Bauwerk“, sagt Geschäftsführer August Lustfeld, „aber sie kommen nicht rüber“. Das soll sich nun ändern.
Rund 40 Meter Länge hat die geplante Umgehung des Wehrs. Vorgesehen ist, kleine Steintreppen in das Gerinne einzubauen. Die Kosten von rund 50 000 Euro wird vermutlich das Land Niedersachsen übernehmen, allerdings mit etwas Bauchschmerzen.
Nach den derzeitigen Vorschriften könne nur finanziert werden, wenn an mindestens 300 Tagen im Jahr genug Wasser für den Aufstieg der Tiere vorhanden sei, erläutert Lustfeld. Nach seinen Berechnungen reicht die Wassermenge aus dem Steinhuder Meer an rund 150 Tagen. Lustfeld: „Genügend, damit kleinere und mittlere Fische passieren können.“ Darauf habe sich das Land als Geldgeber inzwischen eingelassen.
Um überhaupt die Wassermenge auf der Treppe sicher zu stellen, könnte künftig das Wasser aus dem Meer überwiegend durch das Gerinne und nicht mehr über das Wehr laufen. Das wiederum hätte möglicherweise an heißen Tagen für den „Lebenspool“ (Lustfeld) im Meerbach-Kolk vor dem Wehr Folgen. Die Fauna profitiert von dem Sauerstoff des überfallenden Wassers aus der Meermündung in Richtung Meerbach: „Beträgt die Ablauftemperatur aus dem Meer 25 oder 26 Grad Celsius, stehen die Fische aus dem Meerbach hier in Reih’ und Glied um Sauerstoff zu bekommen“, sagt der Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft.
Vorgesehen ist, das Genehmigungsverfahren in diesem Jahr noch abzuschließen. Lustfeld kann sich vorstellen, die Treppe auch noch im September, Oktober oder sogar bis Mitte November zu bauen, wenn eine Chance besteht, dass das Gebiet befahrbar ist. Sollte das Geld für die Fischaufstiegsanlage in diesem Jahr vom Land noch nicht zur Verfügung gestellt werden können, so müsse diese notgedrungen im nächsten Frühjahr gebaut werden. 

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