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Verdis Nabucco im Scheunenviertel Große Töne

Mit Verdis Meisteroper Nabucco hat der Braunschweiger Veranstalter „Paulis“ am Freitagabend im Steinhuder Scheunenviertel nicht nur eingefleischte Opernfans beeindruckt. Auch viele „Neulinge“ kamen auf ihre Kosten.

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Solisten, Chor und Orchester überzeugen mit Verdis Oper.

Quelle: pr.

STEINHUDE. Während sich hinter der Bühne das Ensemble der Festspieloper Prag und davor das Orchester auf den Vierakter vorbereiteten, bildete sich schon gegen 18 Uhr eine lange Schlange vor dem Eingang am Scheunenviertel. Mehr als 1000 Stühle standen bereit, kurz vor Opernbeginn blieben nur noch wenige Plätze leer. Als pünktlich um 20 Uhr mit der Glocke zum ersten Akt gerufen wurde, setzte leichter Nieselregen ein. Die meisten Operngäste störte das nicht. Mitgebrachte Regenjacken wurden ausgepackt. Wer keine eigene hatte, konnte sich beim Veranstalter ein Regencape kaufen.

 Wenig beeindruckt vom Wetter zeigten sich auch Kerstin und Karl Levin aus Mardorf. Die Klassik-Liebhaber blieben einfach sitzen und genossen die Musik. „Uns gefällt die Inszenierung. Die Akustik ist zwar nicht so gut wie im Opernhaus. Wer Open-Air kennt, weiß das aber“, sagte Kerstin Levin. Eine „Wiederholungstäterin“ ist Ursula Willeke. „Vor zehn Jahren wurde hier schon einmal Nabucco gespielt. Damals hat es mir schon sehr gefallen.“ An eine Opernaufführung in Steinhude erinnerte sich auch Sitznachbarin Daniela Kirchmann. „Ich glaube, sie haben Carmen gezeigt“, sagte die Wunstorferin.

Tolle Atmosphäre unter freiem Himmel

 Auch in der Pause gab es viele lobende Worte. So eine Inszenierung unter freiem Himmel sei etwas wirklich Besonderes und habe Atmosphäre, lautete der Tenor. Da machte es dann auch nichts, dass es zur Halbzeit keine Weingläser mehr gab. Rotwein schmeckte auch aus Sektgläsern.

 Bevor sich gegen 22.15 Uhr Ensemble und Orchester vom Publikum verabschiedeten, gab es noch eine Zugabe. Gesungen wurde das bekannte Lied „Va, pensiero“ vom Chor der gefangenen Hebräer. Das hatten die Zuschauer schon einmal gehört – während des dritten Aktes. Und während sich viele Besucher noch lobend über die Inszenierung unterhielten, herrschte bei den Organisatoren bereits Aufbruchstimmung. Die machten in der Nacht schon wieder Platz für eine Wrestling -Show am Sonnabend.

 Uraufgeführt wurde Verdis sogenannte „Freiheitsoper“ am 9. März 1842 in Mailand. Weil der Komponist ein glühender Patriot war, wünschte er sich sehnlichst die Befreiung Italiens, das damals fast ganz von den Österreichern regiert wurde. Die Lage erinnerte ihn an die unterjochten Hebräer, die im babylonischen Exil die Vision ihrer Freiheit erlebten. Von Christiane Lange-Schönhoff

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