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Hagenburg / Neujahrskonzert der Ratsband

Mit Bläsern, Stimme und Gefühl


Voll besetzt ist die Kirche gewesen; etliche Besucher begnügten sich mit einem Stehplatz. 700 Musikfreunde schwiegen erwartungsvoll als Andreas Meyer den Taktstock hob: Zum zehnten Mal hat die Ratsband zum Neujahrskonzert in die Nikolai-Kirche eingeladen. Das sinfonische Blasorchester des Ratsgymnasiums Stadthagen entführte die Zuhörer am neblig kalten Januarsonntag nach Italien.

Die Ratsband unter der Leitung von Andreas Meyer begeistert ihr Publikum im voll besetzten Kirchenschiff.

© sk

Hagenburg (sk). Dem Ort Monterosi widmete Komponist Jacob de Haan ein feierliches Bläserwerk, dessen lyrische Tendenzen die 66 Musiker fein herausarbeiteten. Frisch und flott servierten die Ratsgymnsiasten die „Decennial Suite“ von Lorenzo Pusceddu. Inklusive gregorianischem Gesang - die Instrumentalisten bewiesen Stimme! - erklang das “Jubilate” von de Haan.

Von der Kanzel herab trumpfte schließlich Anna-Catharina Brauns auf: „Ich gehör’ nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ interpretierte die Schülerin mit Gefühl. Mit einer stürmischen „Petersburger Schlittenfahrt“ samt vom begeisterten Publikum heftig erklatschter Zugabe entließ die Ratsband ihre Gäste schwungvoll und heiter ins zwei Wochen alte neue Jahr.

Applaus galt am Sonntag außerdem dem ehemaligen Bürgermeister Karl-Wilhelm Möller. Während des Neujahrsempfangs der Kirchengemeinde nach dem Konzert ehrte Pastor Axel Sandrock im Gemeindehaus Menschen aus der Gemeinde, die „für und mit uns“ beständig etwas für die Gemeinschaft tun beziehungsweise getan haben. Außer Möller wurde Margot Scheel genannt, die den Altar der Kirche mit Blumenschmuck versorgt, weiterhin Andrea Gessert und Anja Sparkuhle, die sich für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ins Zeug gelegt hatten, und Landwirt Wilhelm Rust, der die „Kranzgrube“ am Friedhof betreut.

Und Sandrock dankte den Frauen des Arbeitskreises Tschernobyl, die für den guten Zweck aus alten Gesangbuchseiten 2000 Engel „geknickt, geklebt und geknotet“ hatten. „Ich saß an der Pistole“, konkretisierte eine Frau übermütig ihren Beitrag. Gemeint war die Klebepistole.

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