Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Herbe Kritik an der ÖSSM

Seeprovinz Herbe Kritik an der ÖSSM

Nach längerer Zeit des Schweigens hat sich die Initiative „Pro Steinhuder Meer“ kurz vor der Steinhuder-Meer-Konferenz mit kritischen Anmerkungen zur Entwicklung des Naturschutzes am größten Binnensee Niedersachsens zu Wort gemeldet.

Voriger Artikel
Durchschnittliches Finale
Nächster Artikel
Vergnügliche Meer-Satire zum Schluss

Kurz vor der Steinhuder-Meer-Konferenz meldet sich die IG „Pro Steinhuder Meer“ mit erneuter Kritik an der geplanten Erweiterung des Naturschutzgebietes „Totes Moor“ zu Wort.

Quelle: jpw

Seeprovinz. Die Initiative zählt laut Eigenangabe auf der Internet-Seite derzeit rund 1900 Unterstützer, darunter viele Vereine und Institutionen wie die Steinhuder Meer Tourismus GmbH. Die Gruppe hatte sich formiert, als Pläne der Region Hannover öffentlich wurden, ein vergrößertes Naturschutzgebiet „Totes Moor“ auszuweisen.

 Besonders im Visier der Gruppe: die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer in Winzlar, die einerseits mit der wissenschaftlichen Aufsicht über die Naturschutzgebiete rund um das Steinhuder Meer betraut ist, andererseits aber auch Gutachten für weitere Planungsprozesse fertigt.

 „Zweifel“, so teilte der Pressesprecher der Gruppe, Emke Hillrichs, am Gutachten der ÖSSM zur Naturschutzgebietserweiterung seien von „Pro Steinhuder Meer“ deutlich vorgetragen worden. Dass die Region hierbei Korrekturen einfließen lasse, sei „im Sinne eines funktionierenden Naturraumes zu hoffen“.

 Trotz intensiver Bemühungen sei es „Pro Steinhuder Meer“ nicht gelungen, eine klare Forderung der EU nach Ausweitung der Naturschutzgebiete zu bekommen. Auch würden von der Region Hannover die Zahlen der jüngsten Vogelzählungen unter Verschluss gehalten, gleichwohl aber als Begründung für die Ausweitung genannt, schreibt Hillrichs.

 Hillrichs geht weiterhin auf die „Einstellung des Zielwasserstandes“ des Steinhuder Meeres auf 38,00 Meter NN ein. Diese sind im Betriebsplan festgelegt und durch Verwallungen im Bereich des Hagenburger Moores nach jahrelangen Vorarbeiten erreicht, was Hillrichs als „positiv“ bewertet.

 Die Region Hannover fordert der Sprecher auf, „die Auswirkungen der Arbeiten der ÖSSM sorgfältig zu prüfen“. Es scheine Praxis zu sein, so schreibt Hillrichs, dass umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen der Naturschutzflächen durchaus in Schutzzeiten stattfinden dürften. Gleichzeitig werde aber für ein Konzert auf der Seebühne am Wilhelmstein eine umfassende Umweltverträglichkeitsstudie gefordert.

 „Auswilderungen erfolgen ohne Folgeabschätzung, eine Einschränkung des Naturparks wird bewusst in Kauf genommen“, meint Hillrichs, um anschließend eine sachliche und ausgewogene Betrachtung von Details zu fordern. Naturschutz sei „stets eine Einbahnstraße und ein Zurückschrauben übersteigerter Maßnahmen unmöglich“, kritisiert er. jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg