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Seeprovinz Kein Anschluss für Wilhelmstein
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00:22 09.03.2015
Quelle: pr.
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Seeprovinz. Genau auf diese mögliche Gefahr hatte Inselvogt Michael Zobel am selben Tag beim Steinhuder-Meer-Forum in Großenheidorn den zuständigen Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWKN) Benjamin Zechlin öffentlich hingewiesen.

Vielleicht sogar zur selben Zeit griff der Bagger der Entschlammungsfirma in den Schlick vor der „Lüttjen Deile“ und zerriss die Wasserleitung und das Telefonkabel. Die Stromleitung verläuft in Richtung Steinhude am „Ratskellersteg“. Sie blieb unbeschädigt.

Zechlin, der Zobels Hinweis nach den Worten von NLWKN-Sprecherin Helma Heyken, am nächsten Tag mit auf die Baustelle nehmen wollte, kam zu spät. Dafür bekam Zobel am Donnerstag Anrufe auf seinem Handy. Besorgte Anrufer machten ihn darauf aufmerksam, dass die Insel telefonisch nicht mehr erreichbar ist. Gleichzeitig beobachtete der Inselvogt einen Druckabfall im Frischwassersystem der Insel. Böses ahnend schickte er seinen Mitarbeiter Stefan Tewes zu den Baggerarbeiten für die Entschlammung der „Lütjen Deile“.

Erst nach der Intervention von Tewes und nach dem Gespräch mit Zechlin habe laut Heyken der Baggerführer einen zunächst nicht besonders registrierten Vorfall vom Tag zuvor in Zusammenhang mit einer möglichen Leitungsbeschädigung gebracht. Im Übrigen sei es nicht einfach, die Leitungen zu orten, weil es keine genaue Karte gebe und die Leitungen im Meer auch „verdrifteten“.

Beide Leitungen sollen nach Zobels Angaben am kommenden Mittwoch repariert werden. „Ich stelle es mir nicht einfach vor, mit Neoprenanzug im vier Grad kalten Wasser“, so Zobel. Schwierig werde für den zuständigen Elektrobetrieb beim Telefonkabel erstmal die Enden zu finden. Nach seinen Schätzungen liegen die Schadstellen rund einen Meter unter der Wasseroberfläche.

Und was passiert bis dahin auf dem Wilhelmstein ohne Frischwasser? „Wir haben doch viele Bäder in den Häusern auf der Insel“, erläuterte Zobel. Selbst beim Handygespräch ist das Schmunzeln nicht zu überhören: „Dann wird eben mal nicht geduscht, sich nicht rasiert und so gelebt, wie es auf der Insel früher üblich war.“ Dennoch sei es gut, dass die Saison noch nicht begonnen habe. jpw

War es nun die Kranenburg? Warum liegt ihr Standort vor der Steinhuder Uferpromenade heute rund 20 Zentimeter unter Wasser? Über dieses Thema hatte der Burgenfachmann des Niedersächischen Landesamtes für Denkmalschutz, Hans-Wilhelm Heine bis zu seinem Tod geforscht.

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