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Königliche Stiftung feiert Geburtstag

Friederikenkapelle wird 175 Königliche Stiftung feiert Geburtstag

Der 175. Geburtstag von Bad Rehburgs Friederikenkapelle soll am Sonntag, 27. August, gefeiert werden. Um die Predigt im Festgottesdienst um 11 Uhr hat Pastor Michael Kalla mit Friedrich Holze einen Vorgänger gebeten, der ein Kenner der Geschichte der Kapelle ist.

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Den 175. Geburtstag der Friederikenkapelle bereiten die Pastoren Michael Kalla (links) und Friedrich Holze vor.

Quelle: ade

BAD REHBURG. Holze kann vieles zu der Kapelle erzählen und vieles in der Inneneinrichtung des geistlichen Raumes basiert auf seiner Initiative – obwohl er nur daran gearbeitet hat, das ursprüngliche Bild, die ursprüngliche Intention hier und da wiederherzustellen.

1979 war das Schlüsseljahr für Holze. Damals wurde die Orgel in der Kapelle saniert und gemeinsam mit dem Orgelbauer entwickelte er Pläne. Gut erinnert er sich, wie sie bei der Sanierung auf dem Dachboden stöberten und historische Schätze fanden. Etwa das Lesepult, das heute neben dem Altar steht. Eigentlich habe keiner gewusst, dass es noch existiere. Dabei stamme es direkt aus der Gründungszeit der Kapelle. Tatsächlich bilden Lesepult, Taufbecken, Altar und Kanzel eine Einheit. Die silberne Taufschale habe Königin Friederike von Hannover persönlich gestiftet.

Ohne sie gäbe es die Friederikenkapelle nicht. Um 1800 war Bad Rehburg ein angesagter Kurort, in dem es nicht selten vorkam, dass Mitglieder des Hannoverschen Königshauses zur Kur weilten. Das tat 1840 auch Königin Friederike. Sie war so angetan von dem Ort, dass sie sich bei ihrem Mann, König Ernst August, dafür einsetzte, Bad Rehburg eine Kapelle zu stiften.

Wie ein gemaltes Bild

Die Entstehung der Kapelle sei nicht so einfach gewesen, so Holze. Viele Entwürfe seien dem König vorgelegt worden – doch keiner fand Zustimmung. So kam es, dass jemand, dessen Materie die Architektur überhaupt nicht war, sie entwarf: der Rintelner Maler Georg Osterwald. „Wer sich die Kapelle ansieht, den Hügel herauf auf sie zugeht“, so Holze, „hat immer den Eindruck, ein gemaltes Bild zu sehen.“

Im Gottesdienst wird Orgelmusik erklingen. Sie wird gespielt von Kantor Christian Scheel, den Simone Consbruch auf der Violine begleitet. Es werden Kirchenlieder gesungen, die einem Gesangbuch entnommen sind, das ebenfalls aus der Gründungszeit stammt. „Eigenthum der Königl. Bade-Anstalt zu Rehburg“ ist die handschriftliche Eintragung in dem Gesangsbuch. Herausgegeben wurde es „Mit Königlichem Allergnädigsten Privilegio“.

Nach dem Gottesdienst wird rund um die Kapelle weiter gefeiert – mit Kinder-Programm, mit Sketchen des Rehburg-Loccumer „Dingsbums-Theaters“ und mit dem, was die Freiwillige Feuerwehr Bad Rehburg fürs leibliche Wohl auftischt. Ergänzt wird der Tag durch eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Kapelle.  ade

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