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Mehr Platz für bedrohte Arten

Seeprovinz / Meerbruch Mehr Platz für bedrohte Arten

Im Naturschutzgebiet Meerbruch kommen die Bauarbeiten zur Erweiterung des Vogelbiotops, die Anfang August begonnen haben, gut voran.

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Zur Erweiterung des Vogelbiotops gehört auch die Vertiefung einzelner Flächen.

Quelle: össm

Seeprovinz. Die Maßnahmen, die vom Land Niedersachsen und der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert werden, dienen vor allem dem Schutz zahlreicher bedrohter Vogel- und Amphibienarten.

 Das Biotop bietet seit 1981 vielen Tierarten unter anderem Platz zum Brüten und Aufziehen der Jungen. „Damit sich in Zukunft noch mehr Spezies bei uns ansiedeln, wollen wir die Fläche um das angrenzende Grünland erweitern“, sagt Thomas Brandt, Leiter der Baumaßnahmen.

 Der Bauplan umfasst insgesamt eine Fläche von 14 Hektar. „Die Dauer der Arbeiten hängt von den Witterungsbedingungen ab. Da wir bis jetzt einen sehr nassen Sommer hatten, ist der Boden ziemlich aufgeweicht. Zum Glück gab es in den vergangenen Wochen keinen Dauerregen, das hätte die Lage verschlimmert, so ist alles nur recht matschig. Das behindert die Bauarbeiten aber noch nicht“, so Brandt.

 Unter anderem soll während der Arbeiten ein Teil der neuen Grünfläche vertieft werden. So wird gewährleistet, dass den Tieren auch während der weniger ergiebigen Regenzeiten immer eine mit Wasser geflutete Fläche zur Verfügung steht. „Einige Tierarten sind schließlich auf eine ständig feuchte Umgebung angewiesen“, sagt der wissenschaftliche Leiter der „Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer“ (ÖSSM). Zusätzlich wird eine neue Beobachtungshütte gebaut. Diese soll den Touristen einen Einblick in bisher nicht einsehbare Bereiche ermöglichen.

 Darüber hinaus sollen an den Wanderwegen Verwallungen entstehen. Die Wälle werden angelegt, damit die Pfade zu Regenzeiten nicht überschwemmt werden und die Besucher des Naturschutzgebietes auch bei Regen die Tier- und Pflanzenwelt trockenen Fußes beobachten und erkunden können. „Allerdings wird darauf geachtet, dass die Erdhügel nicht zu hoch werden, sonst können die Touristen nichts mehr sehen, und das ist nicht Sinn der Sache“, ergänzt Brandt. Zudem sollen die Wälle ins Landschaftsbild eingebettet und als Grünfläche genutzt werden.

 „Im Moment bin ich ziemlich optimistisch. Die Bauarbeiten gehen gut voran und wir liegen noch voll im Plan. Es sieht so aus, als ob wir die geplante Bauzeit von vier bis fünf Wochen wirklich einhalten können“, sagt Brandt. „Wir haben jetzt fast die Hälfte geschafft. Es läuft gut.“

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