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Nach dem Regen leuchtet der Himmel

Festliches Wochenende in Steinhude Nach dem Regen leuchtet der Himmel

Ein künstlicher Schneemann an Deck eines Bootes ist ein eindeutiger und aktueller Kommentar der Besatzung zum Sommer gewesen: Prompt zog vor dem Feuerwerk am Sonnabend, dem spektakulären Highlight des dreitägigen Festlichen Wochenendes am Steinhuder Meer, ein kräftiger Regenschauer über den See.

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Der Himmel über dem Steinhuder Meer leuchtet in bunten Farben.

Quelle: Bartels

STEINHUDE. Diejenigen, die ihre schwimmenden Untersätze vor dem Feuerwerk schon auf dem Steinhuder Meer postiert hatten, mussten, wenn möglich, noch mal Schutz in der Kajüte suchen. Die meisten warteten jedoch an Land. Als sich kurz nach 22 Uhr die erste Rakete in den Nachthimmel erhob, hatte sich der See vor Steinhude aber doch wieder mit einer sehr ansehnlichen Kulisse von geschmückten Booten gefüllt. Freizeitkapitäne waren ebenso unterwegs wie Auswanderer.
Einige der Besucher an Land hatten allerdings Pech. Wer keinen Schutz vor dem Regen gefunden hatte, für den war bereits nach dem ersten starken Guss der Abend beendet. Durchweicht gingen nicht wenige Gäste zurück zu ihren Autos. Voll war es an der Promenade und den vielen Ständen dennoch. Die Polizei schätzte, dass in der Spitze zwischen 15.000 und 20.000 Besucher im Ort waren. „Sicherlich hat der Regen uns einige Besucher gekostet“, sagte Willi Rehbock, Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH. Trotzdem war er insgesamt mit dem Wochenende zufrieden, auch mit einer kleineren Schwesterveranstaltung in Mardorf.

Feiern bis zum Morgengrauen

Feiern bis zum Morgengrauen hieß es auf der Mallorca-Party am Freitagabend. Das Scheunenviertel beherbergte sein bislang größtes Zelt, in dem gleich mehrere Schlager- und Partymusiker für Mallorca-Feeling sorgten. Bei schmissiger Musik und Sangria aus dem Eimer tanzten und feierten 2500 Gäste in der Location zwischen den historischen Gebäuden.
Bei der Mallorca-Party am Freitag und einer Fete am Sonnabend mit 1300 Besuchern verzeichnete die Polizei insgesamt sechs Anzeigen wegen Körperverletzungen und einer Beleidigung. Bei der Rückfahrt aus Steinhude kam es nach dem Feuerwerk am Sonnabend zu Behinderungen durch einen fünf Kilometer langen Rückstau.
Dieser lag am Nachmittag allerdings noch in weiter Ferne. Im Ort mit seinem Bühnenprogramm und den Ständen hatten sich bei bedecktem Himmel am Nachmittag noch nicht ganz so viele Menschen durch die Straßen bewegt, einige sich aber schon die besten Plätze am Ufer gesichert und ihre Tische und Stühle aufgestellt. So konnten die Besucher die Optimistenregatta verfolgen, bei der 25 junge Segler antraten. Nachdem schon beim Start der Wind nicht sehr stark gewesen war, lies er unterwegs noch weiter nach. Wettfahrtleiter Sebastian Tatje ließ deshalb abkürzen und konnte bald zur Siegerehrung schreiten. Bennet Rabsch hatte vor Noah Breitenstein und Max Bücher gewonnen.
Beim abendlichen Bootskorso freute sich Rehbock über einige neue Beiträge beim Dekorieren der Boote; am Sonntagabend wurden in der Touristinfo die Sieger ausgezeichnet: Es gewann Heiko Gruschka mit seinem Neptun-Motiv vor Achim Kattree (Fahrrad) und Ulrich Balzer (Feuerwerk im Wechsel mit weiteren Motiven).

Sicherheitskonzept erfordert zusätzliche Absperrungen

Am sonnigen Sonntag füllten sich die Straßen wieder. Die Besucher konnten unter anderem eine Mini-Playback-show und das Gastspiel des Posaunenchors Steinhuder Meer verfolgen. Bei den Hobbykünstlern im Schulzentrum hofften die Aussteller noch auf etwas mehr Zulauf als am Sonnabend. Davon hätte unter anderem der Arbeitskreis Tschernobylhilfe profitiert, der dieses Mal auch mit einem Stand dabei war und Spenden für sein Ferienprogramm für weißrussische Kinder sammeln wollte. Doch auch mit wenig Besuchern hat die Veranstaltung für die Aussteller ihren Wert: „Wir sind hier eine tolle Gemeinschaft“, sagte Margrit Engelmann.
Umfangreich war vor dem Festlichen Wochenende über das Sicherheitskonzept gesprochen wurden. Ein Ergebnis war, dass am Sonnabend, dem Tag mit der höchsten Besucherzahl, zusätzliche Absperrungen das Wohl der Besucher besser gewährleisten sollten. Dass am Wochenende und vor allem zum Feuerwerk alles reibungslos ablief, dafür waren zahlreiche Helfer unter anderem von Feuerwehr, Johannitern und THW im Einsatz. Während die Feuerwehr sich immer um die Wasserspiele vor der Promenade kümmerte und dabei einige neue Akzente setzte, waren 35 Freiwillige vom Technischen Hilfswerk bei Parkplätzen und Beleuchtung eingesetzt. Die Johanniter waren mit 38 Helfern und einem Arzt vor Ort und mussten bis Sonntagmorgen in 25 Fällen Hilfe leisten. Die Rettungskräfte sprachen von einem eher ruhigen Einsatz. Sechs Patienten kamen ins Krankenhaus. Eine Verpflegungsgruppe und Experten für Technik und Sicherheit hielten dem medizinischen Personal den Rücken frei.
Noch nicht ganz einschätzen konnte Rehbock gestern, wie viele Besucher tatsächlich die konkurrierenden Veranstaltungen in Bad Nenndorf, Barsinghausen und Luthe gekostet haben. Er möchte mit dem Festlichen Wochenende eigentlich gern auf dem letzten Wochenende im August bleiben. „Wir werden mit den Kollegen das Gespräch suchen.“ Weil das Maschseefest nach hinten gerutscht war, waren auch die Steinhuder vom bisher üblichen dritten Augustwochenende abgekommen. Sokoll/Bartels

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