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Naturpark erhält Zuschlag für Pilotprojekt

Barrierefreie Naturerlebnisse Naturpark erhält Zuschlag für Pilotprojekt

Der Naturpark Steinhuder Meer hat unter den 14 niedersächsischen Parks den Zuschlag bekommen: Gemeinsam mit den Tourismusgesellschaften kann er in einem Pilotprojekt auf breiter Front daran arbeiten, Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen zu beseitigen.

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Auftakt zum Pilotprojekt für einen nachhaltigen und barrierefreien Naturpark Steinhuder Meer: Auch mit körperlichen Einschränkungen sollen Besucher im Naturpark viel erleben können.
 Foto: sok

STEINHUDE. Das Tourismus-Marketing Niedersachsen (TMN) hatte das Projekt ausgelobt – 20000 Euro des Landes stehen dafür zur Verfügung. „Der Naturpark Steinhuder Meer hatte ein sehr schlüssiges Konzept und optimale Startbedingungen“, begründete TMN-Geschäftsführerin Carolin Ruh die Entscheidung.

 Für den Naturpark sagte Geschäftsführerin Andrea Zörnig: „Die Auslobung traf bei uns in Schwarze.“ Beiden Themen hatte der Naturpark in den vergangenen Jahren schon eigene Konferenzen gewidmet. „Von daher gibt es schon Ansätze. Wir hoffen, dass wir am Ende auch den anderen Naturparks etwas weitergeben können.“

 Der Steinhuder-Meer-Touristik-Chef Willi Rehbock hat dabei aber auch die Erkenntnis gewonnen: „Wir wissen, dass wir noch einiges zu tun haben.“ Mit beteiligt sind die Tourismusgesellschaften aus den Kreisen Schaumburg und Nienburg.

 Geplant ist nun, für das Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem „Reisen für alle“ gemeinsam mit den touristischen Betrieben genau zu erfassen, wie gut zugänglich die einzelnen Einrichtungen für unterschiedliche Besuchergruppen sind. Nicht nur für Behinderte, auch für Senioren und Familien mit Kinderwagen seien das wichtige Informationen beim Reisen.

 Beim Nachhaltigkeitscheck der gemeinnützigen Firma TourCert aus Stuttgart fließen dann auch der Klimaschutz und die Servicequalität mit in die Erhebung. Wichtige Themen sind dabei Ressourcenschonung, regionale Produkte, Arbeitsbedingungen, Mobilität und Gästeinformation.

 Der Zertifizierungsprozess soll bis zum Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein. Festgestellte Mängel müssen bis dahin aber noch nicht alle beseitigt sein: Es reichen Verpflichtungen, sie in einem nachfolgenden Drei-Jahres-Zeitraum abzustellen. So geht es zunächst vor allem um Bestandsaufnahme und ein Handlungskonzept. Für die Umsetzung könnten auch EU-Zuschüsse aus dem Leader-Projekt genutzt werden.  sok

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