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Notgemeinschaft auf falschem Kurs?

Steinhuder Meer Notgemeinschaft auf falschem Kurs?

Im Streit um die Haltung zum Naturschutzgebiet Totes Moor hat der Segler-Verein Großenheidorn (SVG) Fakten geschaffen: Zum Jahresende hat er seinen Austritt aus der Notgemeinschaft Steinhuder Meer erklärt. Die Großenheidorner wollen eine Klage gegen die neue Verordnung der Region nicht mittragen.

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Uneinigkeit herrscht unter den Segelvereinen am Steinhuder Meer um die Haltung zum Naturschutzgebiet Totes Moor: Der Segler-Verein Großenheidorn ist jetzt aus der Notgemeinschaft ausgetreten.

Quelle: jpw

Seeprovinz. Der Vorsitzende Jürgen Engelmann hatte schon im Frühjahr in der Hauptversammlung der Notgemeinschaft gewarnt, er halte eine Klage für gefährlich. Dann könnten die erzielten Kompromisse obsolet werden und das Endergebnis dann vielleicht noch ungünstiger für die Meeresnutzer ausfallen. „Deshalb wollen wir eine Klage auch nicht als Mitglied unterstützen“, sagte er jetzt.

Für den Notgemeinschafts-Vorstand kommt der Schritt überraschend. „Ich hätte eigentlich gedacht, dass jemand mit so langer demokratischer Tradition wie Herr Engelmann Mehrheitsverhältnisse respektiert“, sagte der Vorsitzende Johannes Franke über den langjährigen SPD-Politiker. Zumal die Vertreter des SVG im vergangenen Jahr dafür gestimmt hatten, eine Klage zu prüfen.

Vorsitzender der Notgemeinschaft in Erklärungsnot

Unterdessen wurde bekannt, dass auch weitere Vereine mit dem Kurs des Vorsitzenden nicht einverstanden sind und von ihm Erklärungen erwarten: „Wenn so ein bekannter Verein wie der SVG die Notgemeinschaft verlässt, ist jetzt unbedingt der Vorsitzende der Notgemeinschaft in der Pflicht, seine Pläne erneut zu erklären und die Mitglieder zu informieren“, sagte der Vorsitzende des Yacht-Clubs von Hagenburg (YCvH), Matthias Kiel. „Ein einfaches ,Weiter so‘ kann nicht akzeptiert werden.“ Sollte der Kurs aber ohne Erklärungen und neue Absprachen weiter geführt werden, sei es auch für den YCvH notwendig, die Mitgliedschaft im Vorstand zu diskutieren, meinte Kiel. Für den Chef der Hagenburger Segler müsse unbedingt eine Perspektive erkennbar sein, ansonsten sei die Notgemeinschaft auf einem falschen Kurs.

Obwohl Franke noch vor einigen Tagen äußerte, dass die SVG mit ihrem Austritt allein dastehe, unterstützen weitere Segelvereine, die noch nicht namentlich genannt werden wollen, die Position Kiels.

Die Prüfung der Klagemöglichkeiten der Notgemeinschaft läuft weiterhin gemeinsam mit dem Verwaltungsrechtler Eckhard David. „Ich denke, dass wir nach dem Ende der Sommerpause darüber entscheiden können“, kündigte Franke an. Zeitdruck bestehe nicht.

Engelmann ließ offen, in welchem Umfang sich sein Verein künftig in dem neuen Konkurrenzverband Projekt Steinhuder Meer engagieren wird. Dessen zweiter Vorsitzender Bernd Aue füllt die gleiche Position auch beim SVG aus. Das Projekt Steinhuder Meer setzt sich auch dafür ein, die erzielten Kompromisse, unter anderem beim Verlauf der Grenzlinie auf dem Wasser, zu akzeptieren. sok/jpw

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