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Notgemeinschaft einig über Klage

Keine Bedenken Notgemeinschaft einig über Klage

Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer bleibt bei ihrem Plan, eine Klage gegen das neu geregelte Naturschutzgebiet Totes Moor zu unterstützen. Allerdings wollte der Vorstand des Verbands der Seenutzer vor weiteren Schritten zunächst die Mitgliederversammlung am Freitag abwarten.

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Quelle: pr.

Steinhude/Großenheidorn. In der Bewertung war man sich zwar weitgehend einig: „Es gab ganz viele Einwendungen, über die die Region sich arrogant hinweggesetzt hat“, sagte der Vorsitzende Johannes Franke. Schwierig war allerdings die Suche nach jemandem, der selbst von der Neuregelung betroffen ist und auch bereit ist, für eine eigene Klage seinen Kopf hinzuhalten.

Eine „Bürgerpflicht“

Übrig blieb Hans-Heinrich Schmid, Vorstandsmitglied und Hüter der gut gefüllten Kasse der Notgemeinschaft. „Ich bin als Grundbesitzer berechtigt und sehe es als Bürgerpflicht“, sagte er. Weil er bei einer Kostenerstattung so in eine Doppelrolle kommt, sollte aber das Votum der Mitglieder eingeholt werden. Bedenken bestanden aber nicht. Die Chancen einer Klage hatte die Notgemeinschaft bereits mit dem Verwaltungsrechtler Eckhard David geprüft, dem früheren Wunstorfer Stadtdirektor.

Die einjährige Klagefrist läuft im Mai aus. Das Ballonteam Steinhuder Meer wehrt sich mit einem Normenkontrollverfahren beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg bereits gegen die Flugbeschränkungen, hatte im Eilverfahren aber keinen Erfolg. Franke will auch deshalb Widerstand leisten, weil er befürchtet, dass bei den anstehenden Naturschutzgebiets-Verfahren im Westenmeer weitere Flächenverluste für Wassersportler drohen. Den Naturparkplan, der gerade neu gefasst wird, bezeichnet er als völlig unausgewogen. Und bei der Entschlammung sieht die Vertretung der Meeresnutzer nicht, dass der jährlichen Neubildung von 40.000 Kubikmetern Schlamm wirksam begegnet wird.

Viel zu wenig Fläche an geschützen Seen

Die Region hatte 3179 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit wurden die drei vorhandenen Ostufer Steinhuder Meer, Wunstorfer Moor und Wulveskuhlen zusammengefasst und darüber hinaus rund 2000 Hektar zusätzlich unter Schutz gestellt. Einziger Kritikpunkt des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen und lokaler Umweltorganisationen ist, dass nur zusätzlich 2,5 Prozent der Seefläche unter Schutz gestellt wurden. Damit beträgt der Anteil geschützter Seefläche zehn Prozent. Das sei viel zu wenig, um wertvolle Arten auf Dauer zu schützen, heißt es in einer Mitteilung des Nabu. sok

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