Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Notgemeinschaft will nicht zurückrudern

Mitglieder halten an Klage-Option fest Notgemeinschaft will nicht zurückrudern

Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer will in der Mehrheit von ihrem Kurs nicht abrücken, gegen die Neuregelung des Naturschutzgebietes Totes Moor notfalls auch mit einer Klage vorzugehen. Das ist in der Mitgliederversammlung deutlich geworden.

Voriger Artikel
Einbruchserie in Steinhude: Zehn Tatorte bekannt
Nächster Artikel
Steinadler kreist über Meerbruch

Seeprovinz. Die Notgemeinschaft vertritt unterschiedliche Nutzergruppen am Steinhuder Meer. Schon im vergangenen Jahr hatte der Vorstand ein Mandat bekommen, notfalls auch gerichtlich gegen die Verordnung vorzugehen. Dabei bleibt es: „Der Rechtsweg ist ein staatsbürgerliches Recht. Ich stehe dafür, dass es im Zweifelsfall auch angewandt wird“, sagte der Vorsitzende Johannes Franke.

 Er berichtete, dass der beauftragte Verwaltungsrechtler Eckhard David eine Klage derzeit durchaus als Erfolg versprechend einschätze. Es gelte aber zunächst abzuwarten, wie die Verordnung am Ende aussieht, die die Regionsversammlung voraussichtlich im Mai beschließen wird. Der CDU-Regionsabgeordnete Manfred Wenzel sagte, dass seine Fraktion die derzeitige Fassung nicht mittragen will – sie hat in der Regionsversammlung aber nicht die Mehrheit.

 Der Verein Projekt Steinhuder Meer hatte im Vorfeld vor einer Klage gewarnt. Sein Vorstandsmitglied Bernd Aue warb am Freitag ebenso wie Steinhudes bisheriger Ortsbürgermeister Jürgen Engelmann (SPD), der dem Segler-Verein Großenheidorn vorsteht, noch einmal für den Kompromiss bei den Grenzen, der aus ihrer Sicht akzeptabel ist.

 Franke teilt indes nicht ihre Sorge, dass nach einem erfolgreichen Prozess das Verfahren noch einmal ganz neu aufgerollt werden könnte, mit einem möglicherweise noch ungünstigeren Ergebnis für die Nutzer. Vielmehr warnte er vor einer letztlich erfolgreichen Salamitaktik der Region bei zu vielen Zugeständnissen: Denn im Westenmeer steht schon das nächste Naturschutzgebiets-Verfahren an, auch für das dortige Areal ist im Gespräch, dass die Grenzen sich deutlich verändern sollen.

 Und Wilhelm Hartmann, Geschäftsführer der Steinhuder Personenschifffahrt erinnerte daran, dass stellenweise Steganlagen zurückgedrängt werden. „Das kann man nicht alles geschehen lassen“, sagte er.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg