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Seeprovinz ÖSSM zieht Erfolgsbilanz nach zehn Jahren Lurch-Ansiedlung
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz ÖSSM zieht Erfolgsbilanz nach zehn Jahren Lurch-Ansiedlung
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00:24 03.08.2015
Junge Laubfrösche nutzen gerne Brombeerhecken und sind auf diesen auch besonders gut zu sehen. Quelle: pr.
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Seeprovinz (jpw)

Dazu gehören Hecken und Gebüsche sowie stauden- und blütenreiche Wegraine. Die Frösche am Steinhuder Meer stammen aus einem gelungenen Wiederansiedlungsprojekt der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM). Der Lurch war an Niedersachsens größtem See über mehrere Jahrzehnte ausgestorben.
Zehn Jahre ist es her, dass ÖSSM ein Projekt zur Wiederansiedlung des in Niedersachsen stark gefährdeten Laubfrosches startete. Zu diesem Zeitpunkt war der auf Bäume kletternde Frosch am Steinhuder Meer bereits rund 30 Jahre verschwunden, weil sämtliche Gewässer, die die Amphibien als Laichgewässer benötigen, durch Trockenlegung und Verfüllen verloren gingen.
Nach dem Ankauf großer Grünlandflächen in den Meerbruchswiesen durch die Landkreise Hannover, Schaumburg und Nienburg in den neunziger Jahren bestand die Möglichkeit neue Blenken, Tümpel und Teiche anzulegen. „Damit wurden auch wieder die Lebensbedingungen für Laubfrösche und zahlreiche andere Tierarten geschaffen“, erinnert sich Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM und Projektinitiator. Nur: Auf eigenen „Füßen“ konnten die Laubfrösche die Meerbruchswiesen nicht mehr erreichen.
Deswegen holten die ÖSSM-Mitarbeiter mit behördlicher Genehmigung die ersten Laichballen aus der nächsten stabilen Population, zogen 2005 die ersten tausend Kaulquappen in Aquarien auf und entließen diese sechs Wochen später in ausgewählte Tümpel.
Brandt: „Die ersten Laubfrösche riefen schon nach einem Jahr, dann stieg der Bestand steil an.“ Heute lebt am Westufer des Steinhuder Meeres mit mehreren Tausend erwachsenen Laubfröschen eine der bedeutendsten niedersächsischen Populationen.

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