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Pflege ist wichtige Stütze des Arbeitsmarktes

Seeprovinz / Jobs Pflege ist wichtige Stütze des Arbeitsmarktes

Dienstleistungen vor allem im Bereich der Altenpflegeheime, der Einzelhandel und die „kleinen“ Handwerksbetriebe: Hier sieht Samtgemeindeoberamtsrat Roland Reichert die Schwerpunkte des Arbeitsmarktes rund um das Steinhuder Meer. „Wirklich große Firmen“ gebe es keine, aufgrund der Verkehrsanbindung sei auch nicht mit Zuzügen zu rechnen.

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Viele Arbeitsplätze stellen in der Samtgemeinde Sachsenhagen die Altenpflegeheime.

Quelle: pr.

Samtgemeinde Sachsenhagen (jcp). „Da können wir nicht zum Beispiel mit Bad Nenndorf konkurrieren“, gibt Reichert zu bedenken. Zu weit weg ist die Autobahn, die wenig zufriedenstellende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel stellt ein Dauerthema bei Bevölkerung, Verwaltung und Politik gleichermaßen dar; der Umschlagplatz am Mittellandkanal in Sachsenhagen ist für zu wenige Branchen interessant.

Die Gewerbeflächen in Sachsenhagen und Hagenburg laufen nur zögerlich voll. Oft handelt es sich nach Angaben von Reichert nicht um tatsächlich Zugezogene, sondern um lokale Handwerksbetriebe, denen die heimische Werkstatt zu klein geworden ist.

Mit dem regionalen Handwerk ist einer der wichtigsten Bereiche, in dem Arbeitnehmer „unterkommen“, bereits genannt. Weitere wichtige Arbeitgeber der Region heißen laut Reichert „Penny, Edeka und Aldi“. Auch den drei Altenpflegeheimen in Sachsenhagen und Hagenburg als Vertretern des Dienstleistungssektors käme eine wichtige Stellung zugute. In Hagenburg seien weitere 40 Pflegeplätze für die nahe Zukunft geplant.

Nicht zuletzt wäre der Tourismus rund ums Steinhuder Meer zu nennen. Als herausragenden lokalen Betrieb nennt Reichert Fischfeinkost Lindemann – „da kauft ja der halbe Landkreis ein“.

Die Verwaltung unterstütze die Betriebe bei der Schaffung und Haltung von Arbeitsplätzen in enger Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Kreishandwerkerschaft. Initiativen wie der „Energiespartag“ und Gewerbeschauen sollen zusätzlichen Wind in die Segel der lokalen Arbeitgeber-Flaggschiffe blasen.

Insgesamt sei die Arbeitslosenquote in der Samtgemeinde relativ gering. Hartz IV-Empfänger gebe es verhältnismäßig wenige, Reichert spricht von einer „gesunden Mittelschicht“. Größere Probleme mache der Bevölkerungsschwund im Zusammenhang mit unzureichendem Personennahverkehr. Wenn den Berufspendlern vor Ort die Schwierigkeiten zu groß werden, „ziehen sie eben dahin, wo die Arbeit ist“.

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