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Seeprovinz „Region soll Informationen auf Tisch legen“
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz „Region soll Informationen auf Tisch legen“
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00:16 04.10.2013
Quelle: Archiv
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Seeprovinz

Insbesondere die rund 60 Hektar große Wasserfläche, die nach den Vorstellungen der Region Hannover in einem ersten Entwurf einem erweiterten Naturschutzgebiet Steinhuder Meer Ost zugeschlagen werden sollen, stehen bei „Pro Steinhuder Meer“ in der Kritik. Dieses sei keine EU-Forderung, sondern gehe weit darüber hinaus, hieß es.
„Wir haben ein starkes Mandat“, betonte der Jurist Johannes Franke („Pro Steinhuder Meer“) unter Hinweis auf die inzwischen 1652 Unterstützer, darunter Institutionen wie die Steinhuder Meer Tourismus GmbH. Es sei keineswegs so, dass es darum gehe, für die Wassersportler den letzten Ankerplatz auf flachem, sandigen Untergrund zu sichern. Die Initiative vertrete auch die Interessen der Anrainer und Landwirte, des Tourismus und der Fischerei.
Dass er die von der Region Hannover in die Diskussion gebrachte neue Grenzlinie für das Naturschutzgebiet „gut findet“, unterstrich Albert Schott, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Wunstorfer Rat. Er hob aber auch den Grundkonsens zwischen beiden Seiten für den Schutz der Natur hervor. „Streit würde es wahrscheinlich nur bei Nutzungsdetails geben“.
Den Unterstützungsantrag für die Initiative „Pro Steinhuder Meer“ zu unterschreiben, wie es sich deren Sprecher Emke Hillrichs gewünscht hatte, dazu konnte sich Schott denn doch nicht durchringen.
Nicht nur beim Lob für die „konstruktive Gesprächsatmosphäre“ zeigten die Vertreter beider Seiten anschließend Einigkeit, auch Übereinstimmungen gab es beim dringenden Appell an die Region Hannover, „alle Informationen offen auf den Tisch zu legen“. „Das wird auch Thema meines nächsten Gespräches sein“, betonte die Abgeordnete der Regionsversammlung, Annegret Dahlig (Grüne). Colette Thiemann („Pro Steinhuder Meer“), stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Großenheidorn, mahnte „ausstehende Informationen“ an.
Moderator Ulrich Brinkmeier („Pro Steinhuder Meer“) kam zu dem Schluss, dass für den weiteren Diskussionsprozess die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung nicht ausgeschöpft seien.

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