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Rettungsboot geht unter

Steinhuder Meer Rettungsboot geht unter

Für die DLRG hat das neue Jahr mit einer Hiobsbotschaft begonnen: Das Boot der Rettungsschwimmer ist untergegangen. Spätestens bis zum Start der Segelsaison muss ein neues Boot her. Aber es mangelt an Geld.

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Nichts mehr zu machen: Das alte Boot ist nicht mehr zu gebrauchen.

Quelle: pr.

Seeprovinz. „Ich habe meinen Augen kaum getraut, als ich neulich zum Steg am Steinhuder Meer kam und das Rettungsboot auf dem Grund lag“, sagt Michaela Constabel, Technische Leiterin des Bezirks Hannover-Land der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG).

Seit mehr als 17 Jahren war der Halbgleiter, Modell Typhoon, mit dem 90-PS-Motor auf dem Steinhuder Meer im Einsatz. Jetzt sind die Auftriebskörper des Bootes defekt, im Rumpfboden klaffen Risse. „Wie mit Schmirgelpapier wurde der Unterboden vom Sand auf dem Grund des Gewässers abgeschliffen“, berichtet Constabel, die Witterung habe dem Boot zusätzlich zugesetzt. Bei dem Untergang sei auch noch Wasser eingedrungen und habe die Bordelektronik und den Motor zerstört. Eine Reparatur mache keinen Sinn mehr, rund 40.000 Euro kostet ein neues Boot.

In aller Eile hat der Präsident der DLRG, Hans-Hubert Hartje, einen Spendenaufruf unter dem Tenor „Hilferuf vom Steinhuder Meer“ an alle Spender und Förderer gestartet.

Zwar steht auf dem Wasser noch ein Ersatzboot zur Verfügung, sodass nach den Worten von Constabel „die Wassersicherheit nicht in Gefahr ist“, aber spätestens zur neuen Segelsaison, die bereits im März beginnt, brauchen sie ein neues, schnelles Boot. Geld für ein neues Boot hat die Gliederung jedoch nicht.

Wie alle DLRG-Retter versehen die Steinhuder Rettungsschwimmer ihren Dienst ehrenamtlich, mit Einschränkungen: „Wir können im Moment nicht optimal handeln“, meint Constabel. Ohne ein neues Rettungsboot kommen die Helfer nicht schnell genug zu Ertrinkenden. „Ich habe Angst davor, dass wir zuschauen müssen, wie ein Mensch ertrinkt“, sagt die technische Leiterin.

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