Sachsenhagen/Auhagen (jpw). „Die bekommen die Steuern und wir den Verkehr“, sagte Schmidt während der Ortsbereisung des Rates mit Blick auf die Nachbarstadt Sachsenhagen und deren Entlastungsstraße, die zumindest den großen, beladenen Kalitransporter einige Jahre lang als Route gedient hat.
Möglichkeit, für die Auhäger, überhaupt etwas gegen den Verkehr vor ihrer Haustür zu tun, bildet die Tonnage-Begrenzung für die Flutgrabenbrücke, die zumindest für die größeren und schwereren Lastwagen den rund einen Kilometer längeren Umweg über die Sachsenhäger Entlastungsstraße erzwang.
Bereits vor vielen Jahren hatte Schmidts Vor-Vorgänger, als CDU-Fraktionssprecher im Rat vorgeschlagen, die „Flutgrabenbrücke einfach nicht mehr zu sanieren“, um die Kalitransporter aus einem Teil des Ortes herauszuhalten.
Sperrung führt zur Rückkehr
Auf „rund 60 Prozent“ schätzte Georg Menell vom gleichnamigen Transportunternehmen aus Empelde, noch 2008 den Anteil der beladenen Kalilaster, der die Sachsenhäger Ortsumgehung befuhr.
Mit der Sperrung und Sanierung der „Puddingstraße“, dem Abschnitt der Landesstraße 440 zwischen Auhagen und Sachsenhagen kehrten auch die großen Transporter mit Ausnahmegenehmigung zum Befahren der tonnagebegrenzten Flutgrabenbrücke in die Ortsdurchfahrt Auhagen zurück.
Genehmigt bis Mai
Diese Ausnahmegenehmigung ist nach Ansicht des Bürgermeisters der Gemeinde Auhagen, Kurt Blume, bis Mai befristet. Ursula Müller-Krahtz, zuständige Dezernentin beim Landkreis Schaumburg, erläuterte auf Nachfrage, dass die Ausnahmegenemigung „jährlich verlängert“ würde und alle Fahrzeugtypen des Unternehmens beinhalteten.
Brückensanierung in Aussicht
Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt „Auf dem Rähden“ denkt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, über die Sanierung der Flutgrabenbrücke nach. „Wir streben das für 2013 an“, sagte die stellvertretende Bereichsleiterin Uta Weiner-Kohl an.
Eine sanierte Flutgrabenbrücke ohne Tonnagebegrenzung hätte zur Folge, dass die Kalitransporte wieder uneingeschränkt auf öffentlichen Straßen durch Auhagen rollen dürften.
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