Mehr als zwei Jahrzehnte später sitzt das Ehepaar entspannt in der Sonne vor dem großen Wirtschaftsgiebel, dessen Äußeres sich – bis auf einen Anbau – wieder dem Originalzustand angenähert hat: „Wir sind sehr zufrieden“, sagen beide übereinstimmend. Für sie ist die Lage ihres Hauses, die Einbindung in den Wald, aber auch der freie Blick nach Bergkirchen „ideal“. Michael Grossmann, der früher in Hannover gearbeitet hat, geht sogar noch weiter: „Hier wohnen, das ist wie Urlaub.“
Die Eternitfassade gibt es nicht mehr, sie ist während der Zeit der Dorferneuerung einer Holzfassade gewichen. Das Dielentor ist erneuert, so manche weitere Bausünde der Vergangenheit im Zuge der Dorferneuerung ausgebügelt. Die früheren Schweine-, Kuh-, und Ziegenställe sind zu Pferdeboxen umgebaut, im ehemaligen Bullenstall hat die Werkstatt Platz gefunden.
Was Barbara Grossmann besonders gut gefällt, ist die Aufteilung des Hauses, die Verzahnung der Lebens- und Arbeitsbereiche: „Man kann sozusagen im Schlafanzug füttern gehen“, lacht sie, „oder irgendetwas schnell erledigen.“
Die Grossmanns sind mit ihrem Hof zum zweiten Mal beim „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September dabei. Rund 60 Besucher haben vor sieben Jahren den Hof besichtigt. „Alle sehr nett“, erinnert sich Barbara Grossmann und fügt hinzu: „Hauptsache, das Wetter spielt in diesem Jahr mit.“ Für sie gibt es aber noch ein weiteres Argument für einen Besuch auf dem Hof Grossmann: ihr selbstgebackener Kuchen.
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