Sachsenhagen (jpw). Alle Teilnehmer an der Flurbereinigung hatten ihren Anteil in den gemeinsamen Pool eingebracht, der nun beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Niedersachsen (LGLN) - in der das frühere Amt für Agrarstruktur, später GLL, aufgegangen ist - neu verteilt wird.
Ein Entwurf hat der Teilnehmergemeinschaft bereits vorgelegen: „Damit waren wir so gut wie alle nicht einverstanden“, sagte Brösche. Nun sollen die Anregungen und Bedenken in den Plan eingearbeitet werden.
Möglich sei, dass zum Beispiel ein Landwirt nach der Neuverteilung auf komplett anderer Fläche wirtschafte als vorher. Entscheidendes Kriterium ist laut Brösche die „wertgleiche Abfindung“.
Nach der Verteilung wird das Land im rund 14 000 Hektar großen Plangebiet neu vermessen, Landmarken neu gesetzt. Rund 20 Prozent der Wege müssen nach Angaben Brösches anschließend noch neu erstellt werden, weil sie neu trassiert worden sind, etwa 80 Prozent der Wege sind bereits fertig gestellt. Die Eigenbeteiligung an der Flurbereinigung beträgt für die Teilnehmer rund 160 Euro pro Hektar.
Die erste Arbeiten für die Flurbereinigung „Am Stadtbrink“, hatte noch Brösches Vorgänger im Amt, der gestorbene Landwirt Heinrich Mensching begleitet. Im April 2005 sind nahe der „Blauen Riehe“ an der Straße nach Pollhagen rund 20 Rohrdurchlässe für Gräben erneuert worden. Mensching schwärmte damals wiederholt öffentlich darüber, wie viele öffentliche Zuschüsse Sachsenhagen aus der Flurbereinigung bekommen würde: „2,1 Millionen Euro“, sagte er zum Beispiel im Frühjahr 2005 bei der Versammlung der Jagdgenossen, „das sind Summen, die es sonst nirgendwo mehr gibt“.
Ob die gesamte Flubereinigung ein Erfolg wird, „dazu sei es noch zu früh, das zu bewerten“, meinte Brösche. Zwei Jahre könne nach der Zuweisung jeder Eigentümer auf seiner neuen Fläche wirtschaften bevor die endgültige Einweisung erfolge.
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