Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). In geheimer Abstimmung erhielt der 49-jährige Landwirt bei der Urwahl des CDU-Samtgemeindeverbandes im Auhäger Gasthaus „Morgenstern“ 30 von 38 Stimmen. Sechs Mitglieder votierten gegen ihn, bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme.
Bothe war einziger Kandidat. „Beim Vorstand ist kein weiterer Vorschlag eingegangen“, hatte zuvor Versammlungsleiter Klaus-Dieter Drewes festgestellt und Bothe zur Vorstellung ermuntert.
Dieser trat vom Vorstandstisch ans Rednerpult und ließ seinen beruflichen und kommunalpolitischen Lebenslauf Revue passieren. Politik sei ein „Virus“, meinte er, der ihn 1991 mit der Kandidatur zum Samtgemeinderat „gepackt“ habe. Die Definition der Aufgabe eines Samtgemeindebürgermeisters zitierte Bothe aus dem Internet-Lexikon „Wikipedia“ – um gleich anzufügen: „Das traue ich mir zu.“ Falls er gewählt werde, wolle er ein „Bürgermeister für alle Parteien“ werden. Seine Idee sei, alle vier Wochen einen „runden Tisch“ für alle Parteien zu installieren.
Bothe schwebt unter anderem vor: eine bessere Betreuung von Ehrenamtlichen, ein „Handlungs- und Entwicklungskonzept“ für die Samtgemeinde, ein integriertes Konzept für die Kinderbetreuung und die Einrichtung einer Kfz-Anmeldestelle in der Samtgemeinde. Er schlug weiterhin einen möglichen Wohnmobil-Stellplatz am Sachsenhäger Hafen vor.
Der Wahlkämpfer Bothe zeigte sich überzeugt davon, lernen zu können, wie eine Verwaltung zu führen ist: „Wir haben gute Leute“, betonte er. „Das, was mir noch fehlt, kann ich mir in ein paar Seminaren beibringen.“
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