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Samtgemeinde Sachsenhagen / Wasser

„Demographie macht Strich durch Rechnung“


Der Wasserverbrauch in der Samtgemeinde Sachsenhagen geht zurück – und deswegen steigt die Abwassergebühr. „Wir finanzieren den demographischen Wandel.“ So erläutert Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier eine der Hauptursachen der gegenläufigen Entwicklung, die jüngst im Samtgemeinderat für Nachfragen sorgte.

Cordula Hartje, Leiterin der Kläranlage, beprobt die Abwässer.    © jpw

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Von der „runden Million Euro“, die die Samtgemeinde im Jahr für die Kläranlage ausgebe, stünden rund 650.000 Euro mit Personalkosten (166.000 Euro), Abschreibungen und Zinsen ohnehin fest.

Der Rest in Höhe von 350.000 Euro setzt sich nach den Worten des zuständigen Abteilungsleiters Ulrich Reumke aus Sach- und Dienstleistungen zusammen, darunter der kompletten Laborchemie mit Fällmitteln, oder auch der Kalkbedarf für den Klärschlamm. Reumke ist froh, dass er immer noch über eine relativ moderne Anlage verfügt und der Klärschlamm allgemeine Akzeptanz in der Landwirtschaft findet: „Wir liegen mit unseren Werten bei 20 Prozent der künftigen Grenzwerte.“

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat die Samtgemeinde Sachsenhagen rund 3,5 Prozent ihrer Einwohner verloren. Etwa 40 Kubikmeter Wasser verbraucht jeder Einwohner pro Kopf. „Sparsame auch 35“, meint Reumke. Nach seiner Rechnung bedeutet der fehlende Verbrauch von rund 300 Einwohnern ein Minus von acht Cent beim Kubikmeterpreis. Darin ist nicht eingerechnet, dass auch der Verbrauch insgesamt durch sparsamere Geräte, „Wasserspartasten und ähnliches“ (Wedemeier) rückläufig ist. „Wie hoch dieser Anteil ist, können wir nicht im Einzelnen beziffern“, sagt Reumke.

„Die Demographie macht uns einen Strich durch die Rechnung“, bedauert Verwaltungschef Wedemeier. Weiterhin müssten noch leichte Defizite der vergangenen Jahre ausgeglichen werden. Deshalb wird der Abwasserpreis pro Kubikmeter – genau steht es noch nicht fest – von derzeit 2,60 Euro auf 2,70 bis 2,73 Euro pro Kubikmeter steigen. Das sind immer noch sechs Cent weniger als der Höchstwert von 2,79 Euro pro Kubikmeter. Diesen hatten die Einwohner der Samtgemeinde berappen müssen, als es galt, die neue Kläranlage am Reiherwald zu bezahlen.

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