Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Es sind keineswegs die „alten Kamellen“, wie ein Zuhörer in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates kommentierte, als der SPD-Fraktionssprecher im Wissen um seine Ein-Stimmen-Mehrheit einen Antrag auf die Anschaffung eines Busses für die Jugendfeuerwehr stellte.
Es hatte im alten Samtgmeinderat lange Streit gegeben, Diskussionen um Leasing- oder Mietmodelle für Jugendbusse waren nur halbherzig geführt worden, der stillgelegte Bürgerbus durfte erst nach monatelanger Verzögerung in die Dienste der Jugendfeuerwehr treten.
Nicht nur bei SPD- und Grünen wird Handlungsbedarf in dieser Frage gesehen, zumal die einstigen Sprecher der CDU/WG-Gruppe, Heiko Bothe und Christa Kreft, ihre von der damaligen Mehrheit getragene Lösung mit dem Etikett versahen, sie „ausprobieren“(Bothe) zu wollen, um „belastbares Zahlenmaterial“ zu bekommen.
Ohnehin wäre es also höchste Zeit, nachzufragen, wie die Jugend- und Kinderfeuerwehrwarte mit dem zusätzlichen Organisationsaufwand zurecht gekommen sind, wenn sie einen Transport ihrer Jugendlicher veranlassen wollten.
Das tut die Samtgemeindeverwaltung gegenwärtig offenbar, um die neue Runde der Diskussion im Samtgemeinderat vorzubereiten. „Wir sammeln derzeit Informationen“, bestätigte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier.
Früh war dem Jugendwart Auhagen-Düdinghausen, Jürgen Kahle, der eine 30-köpfige Jugendfeuerwehr betreut, öffentlich der Kragen geplatzt (SN berichteten), über umständliche Formulare, Abrechnungen und viel zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Auch Gemeindebrandmeister Joachim Muth machte bei jeder Gelegenheit seine Haltung zu der „misslichen Transportregelung“ deutlich.
Die Marschroute der Samtgemeindefeuerwehr ist bereits während andauernden Diskussionen deutlich geworden, zusätzlich zum Bürgerbus zwei weitere Busse unter eigener Regie, um die Jugendlichen und Kinder relativ unkompliziert transportieren zu können.
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