„Klare Positionen bis zum Sommer“, das ist der Wunsch von Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier an alle Gemeinden und auch den Samtgemeinderat.
Nicht nur der Rechtsanspruch der Eltern von Oktober 2013 auf Krippenplätze, sowie auf ein bedarfsgerechtes Angebot an Hortplätzen sowie Ganztagsplätze für Krippen- und Kindergartenkinder zwingt die Kommunalpolitik zum Handeln.
Auch das „Kuddelmuddel“ bei den Trägerschaften und Zuständigkeiten und darüber hinaus das unüberhörbare Knirschen in der Kindergarten-Kooperation Auhagen—Sachsenhagen-Wölpinghausen soll beseitigt, und durch eine neue – möglichst samtgemeindeweite – Struktur ersetzt werden, um an allen Standorten möglichst ein möglichst großes Angebot bieten zu können.
In Zeiten knapperer Kassen und rückläufiger Geburtenzahlen reift offenbar auch bei den Gemeinden die Einsicht, alleine den finanziellen Anforderungen der Kinderbetreuung nicht mehr gewachsen zu sein: Rund 700 000 Euro geben die Gemeinden und Samtgemeinde zusammengenommen derzeit im Jahr für die Kinderbetreuung aus.
Auf etwa 900 000 Euro schätzt der zuständige Abteilungsleiter in der Samtgemeindeverwaltung. Roland Reichert, den Finanzbedarf, wenn allen Rechtsansprüchen Rechnung getragen wird.
Vermutlich parallel zur Einführung der Ganztagsbetreuung in den Kindergärten der Kooperation wird nach Einschätzung Reicherts der Bedarf für eine Hortgruppe wachsen. Diese wird vermutlich am Schulstandort in Sachsenhagen entstehen.
Offen ist derzeit noch, wo neben Hagenburg eine zweite Krippengruppe eingerichtet wird. Dass die baulichen Voraussetzungen im Kindergarten Auhagen dafür noch nicht ausreichen, bestätigte Reichert auf Nachfrage der Wölpinghäuser Ratsmitglieder.
Die Stadt Sachsenhagen hatte bereits früh den Antrag gestellt, ihren Kindergarten in die Trägerschaft der Samtgemeinden zu geben.
Mit diesem Thema beschäftigen sich nun auch die Ratsmitglieder in Wölpinghausen: „Er könne sich dies durchaus vorstellen, aber nur wenn es seitens der Samtgemeinde feste Vereinbarungen über die Sicherung der kleineren Standorte gebe“, sagte Wilfried Hentschke, der dieses Statment ausdrücklich als seine Meinung gekennzeichnet sehen will. Auch Uwe Brinkmann (CDU) plädierte für einen solchen Schritt, während sich Karl-Heinz Wulf (Bündnis 90/Grüne) strikt ablehnend gab.
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