Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). „Auf rund 20 bis 30 Abrechnungen pro Jahr“, schätzt Anja Sydow, im Steueramt der Samtgemeinde Sachsenhagen für die Bescheide zuständig, die Zahl der Fälle, in denen sie zum Hörer greift und sich mit den Betroffenen in Verbindung setzt – ohne dass daraus ein Anspruch hergeleitet werden kann.
„Meist kennen die Angerufenen den Grund schon selbst, etwa, wenn sie in dem Jahr einen neuen Garten angelegt haben“, sagt Sydow. Einige würden sich ohnehin schon vor der Abrechnung mit ihr in Verbindung setzen. Sydow telefoniert auch, um mögliche Ablesefehler zu erkennen und gegebenenfalls die Abrechung auch zu ändern.
In dem Fall, in dem sich der Grund am Telefon nicht sofort finden lasse, könnte auch ein versteckter Wasserrohrbruch die Ursache für den Mehrverbrauch sein. „Wenn das Wasser aus den Fliesen rinnt“, ist die Ursache offensichtlich und werde behoben. Es gebe aber auch Häuser, bei denen die Wasserleitung über den Hof führe und deshalb Schäden nicht so schnell zu erkennen seien.
Etwa ein Wasserrohrbruch pro Jahr wird nach Sydows Angaben über die Rückkopplung über die Abrechnung aufgedeckt. „Die Besitzer finden das okay, wenn wir Bescheid sagen.“
Alle Hausbesitzer hatten zuvor die Gelegenheit, den Zählerstand in ihrem Haus auf mehrere unterschiedliche Arten dem Rathaus mitzuteilen: „Am liebsten ist es mir, es wird gemailt“, sagt Sydow, telefonische Mitteilung ist auch möglich, ein Ablesevordruck lässt sich von der Homepage der Samtgemeinde herunterladen, nicht zuletzt hängt am Schreiben aus dem Steueramt noch eine Karte zum Ausfüllen, die auch postalisch auf den Weg gebracht werden kann.
Sicherlich nicht nur wegen dieser Fülle an Ablese- und Kommunikationsmöglichkeiten hat der Sachsenhäger Pastor Josef Kalkusch in Bezug auf die Verwaltung der Samtgemeinde Sachsenhagen jüngst beim Neujahrsempfang die Samtgemeindeverwaltung als „interessantes Dienstleistungsunternehmen“ gelobt. Man fühle sich „gar nicht mehr verwaltet“.
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