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Satiriker Dietmar Wischmeyer im Porträt

40 Jahre – 40 Köpfe Satiriker Dietmar Wischmeyer im Porträt

Schaumburger ist der gebürtige Ostwestfale Dietmar Wischmeyer vor mehr als 25 Jahren auch deshalb geworden, weil ihn in seiner Anfangszeit in Hannover Motorradtouren stets an das Steinhuder Meer und in die Seeprovinz geführt haben. Mit einigem Abstand, wie es sich für einen Satiriker gehört, genießt der heute 58-jährige das private Leben seit einiger Zeit von Mittelbrink aus.

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Genießt die Welt von Mittelbrink aus: Dietmar Wischmeyer. 

Quelle: jpw

Mittelbrink/Seeprovinz (jpw). In Pollhagen, gleich rechts hinter der Kanalbrücke, verläuft sich die Wohnstraße nach einem runden Kilometer als asphaltierter Wirtschaftsweg mitten Schaumburger Wald. Wer ihm trotzdem folgt, dem erscheint irgendwann Mittelbrink. Graf Wilhelm ließ die Siedlung mit anfänglich zwölf Häusern 1768 für seine ehemaligen Soldaten in den Wald roden.
Erst seine Nachfahren versahen diesen abgeschiedenen Ort, an dem Böttcher, Drechsler, Radmacher und Töpfer ihrem Handwerk nachgingen, vor rund 40 Jahren mit dieser befahrbaren Straßenverbindung nach Pollhagen. In einem der 20 Häuser wohnt, lebt und arbeitet seit einiger Zeit der Autor und Satiriker Dietmar Wischmeyer.
Von Wiedenbrügge ist er nun ein wenig weiter westlich weggezogen, in Richtung „Nordrhein-Vandalen“. Aus dieser Randidylle will er nun wohl nicht wieder weg, zumindest einen anderen Wohnort in Niedersachsen kann er sich nicht vorstellen.
„Obwohl es nur zwölf Kilometer von Wiedenbrügge hierher sind, bin ich doch völlig anders orientiert.“ Statt seinen täglichen Bedarf am Steinhuder Meer zu decken, kauft er nun schaumburg-urban in Stadthagen ein – und im Wohnort selbst: „Wir haben hier einen Lebensmittelladen mit Ei-Abo.“
Wer Wischmeyer Rasen mähen sieht, dem stellt sich die Frage, wieviel von ihm selbst in seinen Figuren ‚Günther, der Treckerfahrer‘, Willi Deutschmann, dem ‚Kleinen Tierfreund‘ und anderen steckt: „In jeder ein bisschen“, sagt er 58-Jährige.
Der Comedian und Autor hatte Ende der achtziger Jahre großen, schöpferischen Anteil am Frühstyxradio im frisch gegründeten Privatfunk ffn. Heute längst Kult, damals willkommene Humor-Alternative zu Loriot und Otto.
Dem Internet kann der überzeugte Rundfunkmacher Wischmeyer nicht viel abgewinnen. Radio sei so „unmittelbar und schnell“, Fernsehen hält er für „viel zu behäbig“. Trotzdem tritt er in der ZDF-„heute-show“ bei Oliver Welke, einem Mitstreiter aus Frühstyxradio-Zeiten, auf: „Aber nur, weil Konzept und die Mannschaft stimmen.“
Wovon der vielfach preisgekrönte und ausgezeichnete Autor noch träumt? Von einer komplett eigenen Radiosendung, in die ihm keiner hereinredet, zum Beispiel. Und „von einem Buch, in dem ein Gedanke auch mal mehr als zwei Seiten trägt“.

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