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Schaumburg will verhandeln

Nach Schließung sind Zuschüsse anzupassen Schaumburg will verhandeln

Der Landkreis Schaumburg droht an, neu über seine Zuschüsse zum Wunstorfer Schulbetrieb verhandeln zu wollen. Grund ist die geplante mittelfristige Schließung des Schulzentrums in Steinhude.

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Quelle: pr.

Seeprovinz. Dort hatten die Hagenburger bisher mehr als ein Viertel der Schülerschaft gestellt. Das hat nach dem Schulgesetz zur Folge, dass der Landkreis an die Nachbarstadt kostendeckende Beiträge für seine Schüler zahlen muss. Nach der gültigen Vereinbarung von 2011 sind das 1300 Euro pro Kopf und Schuljahr.

Ebenso wie der Hagenburger Bürgermeister Josef Vorderwülbecke begrüßt auch der Landkreis grundsätzlich, dass die Schaumburger Schüler weiter im Wunstorfer Stadtgebiet zu anderen Schulen gehen dürfen. Die Verhandlungsgrundlage für die Zahlungen verändere das aber grundlegend, heißt es: Künftig werde der Viertelanteil nämlich wohl nicht mehr erreicht. Der Landkreis behält sich deshalb Neuverhandlungen vor.

Vor der Schulausschusssitzung am vergangenen Mittwoch hat der Stadtelternrat ebenfalls seine schriftlichen Stellungnahmen eingereicht. Die Elternvertretung spricht sich gegen die allmähliche Aufhebung der Graf-Wilhelm-Realschule ab diesem Jahr aus und hält es auch noch nicht für notwendig, das Steinhuder Gymnasium schon für eine Übergangsfrist zu einer Außenstelle des Hölty-Gymnasiums zu machen.

Bei den Realschulen sieht das Gremium nach den Schülerzahlprognosen erst in fünf Jahren einen Handlungsbedarf, weil die Graf-Wilhelm-Schule bis dahin noch stabil zweizügig arbeiten und insbesondere auch alle Profilfächer anbieten könne.

Beim Gymnasium sei die Lage sogar noch zwei Jahre länger ausreichend günstig. Dazu kommt, dass am Hölty-Gymnasium für das nächste Schuljahr auch ein Leitungswechsel ansteht und die gleichzeitige Übernahme der Steinhuder Schule eine übermäßige Belastung für das Hölty sei. Die Eltern mahnen an, die Umstrukturierungen, wenn sie unausweichlich werden, in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Schulen und ihren Elternräten vorzubereiten.

Der Schulausschuss hatte im Dezember schon der Schließung der Graf-Wilhelm-Schule zugestimmt und wird am Mittwoch deshalb nur noch über das Gymnasium beraten. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Pausenhalle des Hölty-Gymnasiums. Der Rat hat am Mittwoch, 21. Januar, ab 18 Uhr, in der Otto-Hahn-Schule beide Vorhaben auf dem Tisch und soll abschließend darüber entscheiden. Vorher wollen die Gegner einer Schließung ab 17 Uhr wieder in der Innenstadt demonstrieren. sok

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