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Schulzentrum Steinhude: Schließung eingeleitet

Schlechte Aussichten Schulzentrum Steinhude: Schließung eingeleitet

Noch einmal knapp 200 Protestierer sind am Mittwochabend gegen die mittelfristige Schließung des Steinhuder Schulzentrums durch die Wunstorfer Innenstadt gezogen. Der Rat der Stadt Wunstorf hat die von ihnen gefürchteten Beschlüsse kurz danach mit deutlicher Mehrheit gefasst.

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Seeprovinz. Während der zahlreichen Gespräche hinter den Kulissen hatte sich vor zwei Wochen der Kompromiss ergeben, das Gymnasium ab dem Schuljahr 2016/17 für voraussichtlich sechs Jahre erst noch zur Außenstelle des Hölty-Gymnasiums zu machen. Die Graf-Wilhelm-Schule soll bereits von diesem Schuljahr an keine neuen Schüler mehr in ihrem Realschulzweig aufnehmen.
Im Rat fanden sich einige Politiker, die dagegen stimmten. Bei der Realschule waren es acht Ratsmitglieder gegen 29-Ja Stimmen. Gegen die Umwandlung des Gymnasiums stimmten sieben Ratsmitglieder. Rüdiger Hergt (Linke) und Bernd Wischhöver (AfD) waren mit ihren Anträgen gescheitert, die Entscheidungen noch einmal zu verschieben.
Zu den Gegnern der Pläne gehörte aber auch Nicolai Balzer (CDU), der betonte, er habe schon bei der Gründung der IGS gewarnt, das Schulzentrum Steinhude werde zu ihrem Opfer. Und der Steinhuder Ortsbürgermeister Jürgen Engelmann (SPD), ehemaliger Leiter der Graf-Wilhelm-Schule, begründete seine Ablehnung mit dem Votum des Ortsrates, es sei noch Zeit zum Abwarten, bis die Schülerzahlen tatsächlich zurückgegangen sind.
Die Gruppenvorsitzende von SPD und Grünen, Kirsten Riedel, verteidigte die Planungen indes. „Wir können auch noch einfach abwarten, bis die Mängel in der Unterrichtsversorgung größer werden. Die Leidtragenden wären aber immer die Schülerinnen und Schüler.“ Sie versprach, sich darum zu bemühen, den Einschnitt für Steinhude auszugleichen. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt legte sich schon fest, dass die Sportanlagen vollständig erhalten bleiben sollen.
Der Zug der Demonstranten hatte von der Langen Straße aus zur Otto-Hahn-Schule geführt, dem Sitzungsort. In der Einwohnerfragestunde äußerten viele der Protestierer in zum Teil aufgeheizter Atmosphäre ihre Kritik an der Schließung. Heinz-Gerhard Kück (CDU) verteidigte die Politiker gegen die Vorwürfe, arrogant zu handeln. „Niemandem ist das Schulzentrum Steinhude schnurzegal.“

Von Albert Tugendheim und Sven Sokoll

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