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Spaltung von „Pro Steinhuder Meer“?

Seeprovinz: Initiative vor Gericht Spaltung von „Pro Steinhuder Meer“?

Mit dem bei der Initiative „Pro Steinhuder Meer“ viel beschworenen Miteinander von Fauna, Flora und Mensch an Niedersachsens größtem See ist es vorbei: Die Kritiker der Pläne der Region Hannover, das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ auszuweiten, stehen mit ihrer Initiative vor der Spaltung.

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Quelle: SN

Seeprovinz. Vorläufiger Höhepunkt: Die früheren Mitautoren der Initiative, Bernd Aue, Andreas Pinne und Sprecher Emke Hillrichs, sehen sich einer einstweiligen Verfügung gegenüber.

 Ob es für das Trio noch die eigenen Reihen sind, aus denen die Verfügung kam, ist fraglich. Die drei hatten in Abstimmung mit weiteren Unterstützern aus der Initiative einen Verein gleichen Namens gegründet, um „zukünftig dauerhafte Verhandlungen und Gesprächsrunden“ führen zu können. So weist es auch die offizielle Internet-Seite der Initiative aktuell aus.

 Colette Thiemann, die gegenwärtig für „Pro SteinhuderMeer“ spricht, hatte öffentlich in einem Zeitungsgespräch den Austritt der „drei Mitstreiter“ verkündet. „Wir haben nur eine E-Mail bekommen, in der es hieß, dass nun ein Verein gegründet und die Initiative erledigt sei“, präzisierte Thiemann gegenüber den Schaumburger Nachrichten.

 Sie, Thiemann, sei regelrecht geschockt gewesen. Gemeinssam mit Ulrich Brinkmeier habe sie die Idee für „Pro Steinhuder Meer“ gebabt. Diese Nachricht sei „zur Unzeit“ gekommen. Weitere Gesprächsangebote der Verbliebenen mit den Vereinsgründern seien abgelehnt worden. „An die Internet-Seite kommen wir nicht mehr heran“, sagt Thiemann.

 Fünf namentlich nicht genannte Autoren der Initiative distanzierten sich vom neuen Verein. Thiemann verlangte öffentlich eine Korrektur des Vereinsnamens, um Verwechselungsgefahr mit der Initiative künftig auszuschließen. Eine einstweilige Verfügung folgte, über die bereits am Dienstag vor dem Landgericht Hannover verhandelt wird.

 Bis dahin will sich Hillrichs als früherer Sprecher von „Pro Steinhuder Meer“, Emke der Schriftführer des neuen Vereins ist, nicht mehr öffentlich zur Sache äußern. Schon jetzt hat die sich abzeichnende Spaltung der Initiative zu heftigem Bedauern auch bei einigen namhaften Unterstützern beider Seiten geführt. Sowohl bei Thiemann steht nach ihren Angaben das Telefon nicht mehr still, doch auch Sympathie für den neuen Verein ist zu erkennen.  jpw

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