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Seeprovinz Traumsommer mit Schönheitsfehlern am Steinhuder Meer
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz Traumsommer mit Schönheitsfehlern am Steinhuder Meer
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00:18 12.11.2018
Quelle: jpw
Seeprovinz

„Alle Indikatoren sprechen dafür, dass wir ein Übernachtungsplus haben werden“, sagt der Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, Willi Rehbock. Aus touristischer Sicht gibt es für ihn an den vergangenen Monaten nicht viel auszusetzen. Das wäre „Meckern auf höchstem Niveau“, findet Rehbock. Etwa drei Wochen lang sei es zu heiß gewesen, viele Aktivitäten seien zum Erliegen gekommen.

Der Geschäftsführer weist in der Gesamtbetrachtung darauf hin, dass vor der extremen Sommerhitze und Herbstwärme noch zu Beginn der Osterferien das Steinhuder Meer zugefroren gewesen sei. „Die gesamten Osterferien konnten wir vergessen.“ Aber das sei aufgeholt worden. Gefühlt sei es überall immer gut voll gewesen. „Das Wetter hat von Mai bis September hervorragende Voraussetzungen geschaffen. Die Gäste sind gekommen und haben überall für gute Umsätze gesorgt.“

Die Hitze habe dem touristischen Geschäft keinen Abbruch getan. Das Gegenteil sei der Fall: „Wenn es wie im Vorjahr in Strömen regnet, hat man zwar einen tollen Wasserstand, aber nicht das Wetter, bei dem man sich gerne in Badehose draußen aufhält.“ Sein Resümee ist daher klar, enthält aber noch eine kleine Einschränkung: „Wir sind in diesem Jahr nicht unzufrieden, wenn es denn nachts hin und wieder nochmal geregnet hätte.“

Halber Meter unter Normalpegel

Noch immer, mitten im November, befindet sich der Wasserspiegel des Steinhuder Meeres einen knappen halben Meter unter dem Normalwasserstand, lediglich 15 Zentimeter über dem historischen Tiefststand. „Wirklich historisch“, nennt Rehbock den damaligen Wasserstand von 37,43 Metern über Normalnull, „weil es damals noch nicht diese Fahrgastschiffe mit dem Tiefgang gab.“

In diesem Sommer habe die Personenschifffahrt auch mit verminderter Fahrgastzahl nicht mehr alle Bereiche anfahren können: „Der eine oder andere Schiffer oder Segler hat am Boot einen Schaden davongetragen.“ Sorgen machen dem Tourismus-Manager die ausbleibenden Niederschläge aber schon: „Wenn das weiter so trocken bleibt, kann das für nächstes Jahr noch ein Problem werden.“

Von Jan Peter Wiborg