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Von Solidarität nichts mehr zu spüren

Schützen wollen kein Schaumburger mehr Von Solidarität nichts mehr zu spüren

„Wenn ein Brauereichef keine Solidarität mit seinen Angestellten und seinen Kunden zeigt, dann brauchen wir das auch nicht." Diese Ansage von Sachsenhagens Schützenmajor Reinhard Geisler beim Männerabend zur Auswahl des diesjährigen Schützenfestbieres ist bei den Rottbrüdern angekommen.

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 Hagenburgs Schützen schenken ab 2017 anderes Bier ein.

Quelle: dpa

Seeprovinz. In diesem Jahr werde es zum Schützenfest noch einmal Schaumburger Bier geben, im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt. Das allerdings hängt davon ab, ob es mit der Brauerei überhaupt weitergeht.

„Wir werden spätestens vom Jahr 2017 an kein Schaumburger Bier mehr ausschenken“, kündigt derweil der Oberst der Hagenburger Schützengesellschaft, Carsten Vehling, klar und deutlich an. Die Hagenburger Schützen gelten rund um ihr Fest als exzellente Abnehmer großer Mengen des Traditionsbieres. Stets waren die Brauereichefs umjubelte Gäste des Festkonzertes am Montagmorgen. Damit ist es nun endgültig vorbei. Aber die Schützengesellschaft ist durch einen Zehn-Jahres-Vertrag an die Schaumburger Brauerei gebunden, dieser läuft zum Jahresende aus – wenn nicht schon eher.

Nach Vehlings Angaben würde die Gesellschaft aus der Vereinbarung „nur herauskommen, wenn die Firma nicht mehr bestünde“. So müssten sie notfalls auch Produkte der Schaumburger Brauerei, „wie Bier aus Westheim“ akzeptieren.

Vehling bestätigte vorliegende Anfragen anderer Brauereien und kündigte an, dass sich die Schützen rechtzeitig für eine andere, regionale Sorte entscheiden würden. „Bei uns in den Vereinen haben sie schon Hitlisten gemacht, welches Bier gerne getrunken wird“, weiß Ralf Hermann, der Ortsbrandmeister von Wölpinghausen.

Für die Feiern zum 90-jährigen Bestehen der Feuerwehr im Mai wird er wohl zum letzten Mal Schaumburger Bier ordern, falls es dann überhaupt noch geht und an der Straße St. Annen in Stadthagen nicht vorher schon endgültig die Lichter ausgegangen sind  „Das ist die Haltung bei uns im Ort“, sagt Hermann. „Solange es das Bier noch gibt, wollen wir es auch nehmen.“

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