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Seeprovinz Wachstation muss saniert werden
Schaumburg Seeprovinz Seeprovinz Wachstation muss saniert werden
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16:30 30.07.2018
Das Rettungsboot an der Weißen Düne ist ok, die Station am Strand ist sanierungsbedürftig. Quelle: Bartels
Seeprovinz

Der Dienst der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Steinhuder Meer ist schwieriger geworden. Die Aktiven beklagen den Zustand Ihrer Wachstation am Strand Weiße Düne. Die Probleme seien bei der Region Hannover bekannt, heißt es, Lösungen würden geprüft.

"Schwimmender Rettungswagen"

Seit auch in Nordrhein-Westfalen Sommerferien sind, „ist es richtig voll am Strand“, erklärt Astrid Wassermann, Rettungsdienstleisterin bei der DLRG. Der Dienst der DLRG beschränke sich zur Zeit auf die Bergung und den Transport von Verletzten bei Bootsunfällen oder aus anderen Gefahren. Dazu steht ein „schwimmender Rettungswagen“, sprich ein Motorrettungsboot zur Verfügung.

"Zeit gefüllter Wartelisten ist vorbei"

In der Sommerferien-Saison, in diesem Jahr bis zum 28. August, ist die Wache täglich besetzt – sonst nur an den Wochenenden. In der Woche mit vier, am Wochenende mit sechs Aktiven. Einfacher sei es in den vergangenen Jahren nicht geworden, junge Menschen für den Dienst zu motivieren. Es sei für die Aktiven schwieriger geworden, die Auflagen zu erfüllen. Zeit- und kostspielige Ausbildungen wollen geleistet sein, und nicht jede Ortsgruppe könne bei den Kosten unterstützen. Wassermann: „Die Zeiten, in denen es Wartelisten für die Teilnahme an den Wachen gab, sind lange vorbei.“

Ansprüche haben sich geändert

Auch die Ansprüche der Aktiven haben sich geändert. „Wir haben in unserer Station an der Weißen Düne keinen ordentlichen Fernsehempfang und nur sehr schlechtes W-LAN“, sagt Wasserman. Das sei unattraktiv für die Wachgänger, wenn sie das ganze Wochenende oder in den Ferien mehrere Wochen im Einsatz seien. Dass es nur einen Schlafraum gebe und die Wachhabenden gelegentlich im Sanitätsbereich schlafen müssen, mache es nicht besser.

Gravierende Mängel

Andere Mängel sind noch gravierender. In den Schlafräumen und Sanitätsbereich tauche immer wieder Schimmel auf. Den beseitigen die Aktiven in Eigenregie – aber natürlich nur an der Oberfläche. Bei starkem Regen laufe das Wasser auch schon mal in die Wohnbereiche, sagt die Wachdienstleiterin.
Vermieter der Station ist die Region Hannover. Der sei der schlechte Zustand bekannt, erklärt Sprecherin Christina Kreutz auf Anfrage. Zuletzt habe die Region 2016 Malerarbeiten durchführen lassen, einen Wasserschaden behoben und neue Fußleisten angebracht. Es sei geplant, im Herbst die Toilettenanlage an der Weißen Düne zu sanieren. Ob in diesem Zuge auch das DLRG-Gebäude instand gesetzt werden könne, werde noch geprüft.  Mirko Bartels