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Weniger Flieger über Dörfern

Bewohner beklagen sich über Lärm Weniger Flieger über Dörfern

Es sind deutlich weniger Flugbewegungen, die in jüngster Zeit vom Fliegerhorst Wunstorf ausgehen. Dennoch klagen manche Anwohner über Fluglärm. Kommodore Oberst Ludger Bette stand ihnen Rede und Antwort.

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SEEPROVINZ. Die Zahl der Flugbewegungen sei seit 2004 von damals 20000 auf heute weniger als 5000 zurückgegangen, sagte Bette vor den Ortsräten Steinhude und Großenheidorn. Einige der Zuhörer beklagten sich über den Lärm. Insbesondere Düsenflieger wie Eurofighter oder Tornado brächten sogar Fensterscheiben zum Klirren, sagte ein Großenheidorner Anwohner. „Wenn Sie im Ort ein Haus verkaufen wollen und so einer fliegt vorbei, sehen Sie den Kunden nie wieder“, sagte er.

Doch diese Jet-Besuche in Wunstorf seien sehr selten, versicherte Bette. In einem Jahr könne er bis zu 60 Flüge von Jets genehmigen, das wäre etwa einer pro Woche. Faktisch seien es aber weniger. Auch die Zahl der Flüge mit dem in Wunstorf stationierten Airbus A400M sei deutlich geringer als zuvor die der Transall. „Den Großteil der Ausbildungsflüge zum Beispiel absolvieren die Piloten heute am Simulator“, sagte Bette. Wenn sie flögen, hielten sie sich an vorgegebene Routen, für deren Ausarbeitung neben der Sicherheit auch der Lärmschutz entscheidend sei.

Flugbewegungen ausgewertet

Nachdem ihn beim Steinhuder Schützenfest mehrere Bürger angesprochen hätten, die Flieger direkt über den Häusern gesehen haben wollen, habe er die aufgezeichneten Flugbewegungen dieser Tage ausgewertet, aber keine signifikanten Abweichungen gefunden.

Sicher seien vielen die neuen Maschinen noch nicht so vertraut wie die alte Transall. Das könne das Gefühl verstärken, dass sie störten – zumal die Maschinen doppelt so groß sind wie das Vorgängermodell und deshalb beim Überflug vielleicht näher erscheinen könnten als die erlaubten 1000 Fuß (rund 330 Meter).

Auch Bürger, die nach Berichten über Mängel am neuen Modell Sicherheitsbedenken hegten, konnte Bette beruhigen: „Bei uns fliegt kein Flugzeug, das nicht lufttüchtig ist“, sagte er mehrfach. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprächen den hohen Standards der zivilen Luftfahrt. Und selbst Piloten, die am Fliegerhorst auf das neue Modell A400M geschult würden, hätten zuvor in anderen Maschinen viele Erfahrungen gesammelt.  kg

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