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Wieder Moorenten am Steinhuder Meer

Nabu-Projekt Wieder Moorenten am Steinhuder Meer

Auch wenn dieser Winter nicht wegen seiner Kälte in die Geschichte eingehen wird, so sorgen regelmäßige Kältephasen dafür, dass das Steinhuder Meer und die Gewässer der Feuchtwiesen seit Anfang Dezember, oft für mehrere Tage oder über eine Woche am Stück, zugefroren sind. Am 8. Dezember konnten in einem Eisloch 56 Moorenten zugleich erfasst werden.

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Am Steinhuder Meer gibt es wieder einige Moorenten.

Quelle: W. Glawe

Steinhude. Diese Zahl ist im Projektverlauf bislang unübertroffen und zeigt dem Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen, dass sich viel mehr Tiere vor Ort aufhalten als angenommen. „Mit Jahresbeginn kann festgehalten werden, dass seit Projektbeginn immer einige Moorenten im Winter am Steinhuder Meer blieben. Seit 2012 sind dauerhaft Moorenten am See zu beobachten“, freut sich Nabu-Projektleiter Florian Melles. Da der große See und die meisten kleineren Stillgewässer sehr flach sind und windexponiert liegen, reichen oftmals kurze Frostphasen, damit sich eine geschlossene Eisdecke bildet.

Überwinternde Wasservögel

„Die überwinternden Wasservögel versammeln sich in Frostphasen entweder auf den wenigen eisfreien Flächen des Sees, auf eisfreien Gräben, im näheren Umfeld oder ziehen einige Zeit an nahegelegene größere Fließgewässer wie die Leine bei Neustadt am Rübenberge oder die Weser bei Schlüsselburg“, so Melles. Auch die bei dem Projekt ausgewilderten Enten, die auf offenes Wasser angewiesen sind, müssen zur Deckung ihres Nahrungsbedarfs abziehen oder die kalte Zeit auf eisfreien Flächen überstehen.

Im laufenden Winter halten sich viele Moorenten am Steinhuder Meer auf. Seit Ende November gab es drei Phasen, in denen der See und umliegende Gewässer nahezu komplett zugefroren waren. Lediglich im Bereich der Promenade gab es dauerhaft ein oder mehrere Eislöcher, die teils von mehreren hundert Wasservögeln genutzt werden. Anders als in vergangenen Wintern können an der stark frequentierten Straße seit Dezember erstmals Moorenten gesichtet werden.

73 Identifizierungen in wenigen Tagen

„Da sich zahlreiche Tiere nicht nur im Wasser aufhielten, sondern auch auf dem Eis ruhten, war es einfach, einzelne Moorenten anhand ihrer Fußringe zu identifizieren. In wenigen Tagen gelangen 73 Identifizierungen“, sagt Melles. Zwei Moorenten trugen keine Ringe und dürften in freier Wildbahn geschlüpft sein, vermutlich bei Brutversuchen von „Projekttieren“. Für den Projekterfolg ist dies ein positives Zeichen. Je mehr Tiere sich über mehrere Jahre in dem Gebiet aufhalten, desto wahrscheinlicher ist, dass Brutversuche gelingen und sich Traditionen aufbauen.

Nach längerem Frost, der eine geschlossene Eisdecke über fast den ganzen Januar bedeutete, ist die Moorentenzahl bis Monatsende auf etwa zehn Tiere gesunken. Zu vermuten ist, dass einige Enten, auch wegen hoher Nahrungskonkurrenz, Richtung Leine oder Weser gezogen sind.

Für interessierte Besucher, die eine Moorente in freier Wildbahn beobachten wollen, bieten sich an der Promenade gute Möglichkeiten. Die Tiere halten sich oft in geringer Entfernung zum Spazierweg im Bereich der Tretboothäfen auf.

Beobachtungen können an den Nabu Niedersachsen, Telefon (05037) 9672, weitergegeben werden. Auch Informationen zum Projekt gibt es unter dieser Nummer. Rückfragen gehen an Florian Melles, Nabu-Projektleiter. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nabu-niedersachsen.de/moorente.  r

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