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Wischmeyer motzt gegen Wunstorf

Zeltmission Wischmeyer motzt gegen Wunstorf

Wettern gegen Politik, Wunstorf und vor allem seine Mitmenschen, das ist bei den Auftritten von Dietmar Wischmeyer Programm. Bei seiner diesjährigen Zeltmission schlug der Comedian allerdings leisere Töne an.

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Keine Spur von Altersmilde: Dietmar Wischmeyer missioniert leiser, aber gewohnt zynisch.

Quelle: sd

Steinhude. Wischmeyer philosophiert und sinniert mehr, ist bei all seinen Figuren etwas leiser, besinnlicher geworden. Trotzdem kann man ihm keine beginnende Altersmilde vorwerfen. Als es in der Zugabe an die vom Publikum heiß erwartete, bei der Zeltmission schon traditionellen Wunstorfschelte geht, zieht Wischmeyer ein lokales As nach dem anderen aus dem Hut.

 Diesmal serviert er einen historischen Rundumschlag: Glaubt, dass Karl der Deutsche Wunstorf im Jahr 871 nur deswegen urkundlich erwähnt hat, weil er genau dort mit dem Pferd im Stau gestanden hat.

 Aus sicherer Quelle meint Wischmeyer zu wissen, dass die Umlandgemeinden sich auf das Ortgies-Dove-Festival, den Jahrestag eines Großfeuers vorbereiten, das 1570 die Stadt vernichtete. Dem Brandstifter hatte man den Kopf abgeschnitten und zur Abschreckung in einem Korb an der Marktkirche aufgehängt. „So geht man in Wunstorf mit Leuten um, die konstruktive Kritik an der Stadtplanung üben“, konstatiert er.

 Derzeit bereite man in Idensen und im Schaumburger Land Körbe mit Köpfen der Stadtoberen Wunstorfs: „Nur für Bürgermeister Rolf-Axel Eberhard gibt’s eine Ausnahme, der passt ganz rein.

Von Susanne Döpke Steinhude

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