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„Ball der einsamen Scherze“ beendet

Wiedenbrügge / Schützenfest „Ball der einsamen Scherze“ beendet

Die Freitags-Comedy beim „kleinsten Schützenfest der Welt“ in Wiedenbrügge hat vorerst ein Ende gefunden. Das Frühstyxradio ist offiziell aus der Veranstaltung ausgestiegen. Der Förderverein entwickelt derzeit ein alternatives Konzept für den Freitag, das Programm fürs Wochenende soll beibehalten werden.

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Die Zeiten, in denen Dietmar Wischmeyer (von rechts), Sabine Bulthaup und Hans-Werner Olm zum Comedy-Abend „Baller-Brühe“ serviert haben, sind vorbei.

Quelle: jpw

Von Jan Peter Wiborg

Wiedenbrügge. „Einmal im Jahr is’ in jedem Dorf der Ausnahmezustand. Diese Orgie heißt dann Feuerwehr-, Schützen-, oder Sängerfest oder meinetwegen auch Hühnerwämserball, vollkommen egal, weil is’ ja alles dasselbe.“ Damit fing alles an. Dietmar Wischmeyer war’s, der sehr zur Freude der Besucher des ersten Comedy-Abends 2003 beim Schützenfest, dem „Kleinsten der Welt“, in Wiedenbrügge diese Worte sprach. Nun hat es mit der Comedy am Schützenfest-Freitag ein Ende.

„Dann wird ein Zelt aufgebaut und getestet, wieviel Ballerbrühe diese alte Karkasse noch aufsaugen kann.“ Wischmeyers Worte sind Geschichte – aber auch Legende, gerne bei vielen Schützenfesten quer durch die Republik zitiert. Jedenfalls bei denen, die sich bei ihrem grünberockten Tun auch mal ein wenig selbst auf die Schippe nehmen können.

Fortan blödelte, lästerte, ätzte nicht nur Dietmar Wischmeyer, sondern auch Sabine Bulthaup und die weitere Früh-Besetzung des Frühstyxradios, unter dessen Regie die Comedy ihren Lauf nahm: Oliver Welke, der heutige Herr der „heute-show“, gastierte, Fritz Ekenga, Marunde und immer wieder Hans-Werner Olm.

Nun ist es beschlossen und verkündet, dass die Comedy-Abende bereits im vergangenen Jahr ihr Ende gefunden haben. „Wir mussten zehn Jahre lang für das Schützenfest immer ein eigenes Programm stricken“, sagt Harm Wörner, der Manager vom Frühstyxradio. „Das ist auf die Dauer zu aufwendig. Das konnten wir nicht mehr leisten.“

Außerdem sei nach seiner Ansicht im Schützenfest „keine zukunftsweisende Entwicklung mehr zu sehen“. Ideen, „um das Schützenfest weiter von seinem Korsett zu befreien“, seien „nicht auf fruchtbaren Boden gefallen“.

Gerne werde er aber weiterhin dem Förderverein mit Rat und Tat bei einer möglichen Fortführung des Comedy-Abends zur Seite stehen, betonte Wörner. Auch die eingeführte Idee des „Balles der einsamen Scherze“ hätte weiter verwendet werden dürfen. Allerdings sei das Publikum einen bestimmten Humor gewohnt.

„Die anderen beiden Tage bleiben unverändert“, verspricht Wilfried Hentschke. Die Macher aus dem Förderverein passen nur das Zelt in der Größe den neuen Anforderungen an: Es wird verkleinert.

Sicher ist, dass es auch weiterhin am Vorabend des „kleinsten Schützenfestes der Welt“ eine Veranstaltung geben soll. Der Förderverein hat sich für ein Angebot an die Jugend entschieden. Wie das genau aussieht, darüber wird sich der Vorstand in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Wiedenbrügge noch beraten. „Das ist ein Versuch“, betont Hentschke.

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