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Wölpinghausen Baum oder nicht Baum?
Schaumburg Seeprovinz Wölpinghausen Baum oder nicht Baum?
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00:24 17.03.2018
Die für Wiedenbrügge typischen Birkenalleen an den Kreisstraßen finden im Grünordungs- und Wegeausschuss Fürsprecher. Quelle: jpw
WÖLPINGHAUSEN

13 Maßnahmen blieben schließlich übrig, die Gemeindedirektor Dirk Hesterberg sorgfältig notiert hatte. Unter den Wegeausbesserungen, Grabenöffnungen stach unter anderem der erneute Versuch hervor, Decke und Gosse des Amselweges zu renovieren. Vor einigen Jahren hatten sich die Anlieger dagegen ausgesprochen – diese sollen nun beteiligt werden.

Ausfürlich thematisierten die Ausschussmitglieder mit dem Vorsitzenden Gerhard Brunkhorst (CDU) an der Spitze eine rund 500 Meter lange Hecke an den Flurstücken „Schmalenbrucher Wald“ und „Auf den Euersen“, die der Bauhof, statt sie lediglich seitlich zu rasieren, auf den Stock gesetzt habe. Dies solle noch einmal mit dem Bauhof besprochen werden.

Eckhard Seidel fragte den Ausschuss nach dessen Haltung, dass gefällte und umgefallene Straßenbäume an Kreisstraßen offenbar von der Straßenmeisterei nicht ersetzt würden. Mit Blick auf Bäume, die in der Birkenallee und auch an anderen Stellen zuletzt vom Sturm Xavier umgeweht wurden, bedauerten mehrere Ausschussmitglieder, dass die für Wiedenbrügge typischen Birkenalleen nicht erhalten würden.

Mehr Kontrolle geplant

Dabei machten der Ausschussvorsitzende Brunkhorst und auch sein Berufskollege Jens Krull deutlich, dass aus ihrer Sicht Bäume und Büsche nicht immer an der richtigen Stelle stehen würden. Sie wünschten sich mehr Entlastung bei der Pflege: Geschnitten werde nie zur Feldseite, das sei Sache der Landwirte, monierten sie.

Mehr Kontrolle soll es seitens der Gemeinde künftig auch bei innerorts neu zu pflanzenden Bäumen geben. Bürger, die nach der gültigen Baumschutzsatzung die Genehmigung bekommen, einen Baum zu fällen, müssen dafür einen neuen Baum anpflanzen. Hesterberg will sich künftig gemeinsam mit Wölpinghausens Bürgermeister Joachim Schwidlinski diese „höchstens handvoll Genehmigungen im Jahr“ auf Wiedervorlage legen, um zu schauen, ob die von den Bürgern gefällten Bäume tatsächlich nachgepflanzt worden sind. jpw