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Den Seidenhemdchen auf der Spur

Bergkirchen / Apfeltag Den Seidenhemdchen auf der Spur

Trotz der allgemein eher schlechten Apfelernte in diesem Jahr hat der Apfeltag vom Naturschutzbund und dem Hofladen Krull in Bergkirchen eine gute Resonanz gehabt.

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 Hermann Schröder (von links) und Eckhard Seidel lassen Bernward Bock und Beate Josten von den Äpfeln der Streuobstwiese probieren.

Quelle: jpw

Bergkirchen. Den ganzen Tag über hatten die Mitarbeiter des „Most Expresses“ aus Hildesheim damit zu tun, die auf dem Hof angelieferten Äpfel zu Saft zu pressen. Fleißige Helfer lieferten die Saftmengen – in Schläuche und Kartons verpackt – entweder an die Apfelanlieferer selbst, oder verkauften sie in Litern portioniert an Besucher.

 „Bei der neuen Maschine beträgt die Saftausbeute 60 Prozent“, berichtete der Nabu-Vorsitzende Eckard Seidel, der zusammen mit weiteren Nabu-Mitgliedern den Informationsstand betreute, an dem nicht nur Wissenswertes sondern im großen Wagenrad auch Äpfel zum Probieren dargereicht wurden. Hermann Schröder legte bei Bedarf gerne Hand an und zerlegte die alten Sorten mund- und portionsgerecht.

 Zabergäurenette, Winterglockenapfel, Celler Dickstiel, Krügers Dickstiel und Dülmener Rosenapfel, diese und andere Apfelsorten schienen längst vergessen. Auf der Streuobstwiese der Ortsgruppe Sachsenhagen des Naturschutzbundes am Waldrand in Bergkirchen wachsen sie. Für die Besucher war es daher auch eine Entdeckungsreise in bisher unbekannte Sortenvielfalt.

 Besonders angetan haben es dem Vorsitzenden Seidel gegenwärtig die Seidenhemdchen, eine Apfelsorte mit dünner Schale, von denen er den Besuchern des Apfeltages immer wieder berichtete. Die Paderborner Seidenhemdchen sollen künftig auch auf der neuen Streuobstwiese am Holzweg in Wiedenbrügge-Schmalenbruch wachsen. Seidel präsentierte zum Apfeltag den Pflanzplan. Im nächsten Frühjahr soll es angehen. Baumpaten für einige der Kirsch, Apfel-, Pflaumen, Zwetschen und Quitten sind bereits Paten gefunden worden.

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