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„Fellversaufen“ bis zum frühen Morgen

Holz-Statuen „Fellversaufen“ bis zum frühen Morgen

Knapp 100 Wiedenbrügger haben auf dem Festplatz am Abbau der Holz-Statuen des legendären Holzfällers und Ortsgründers Roderik von Wiedenbryk und seiner Frau Ortrud Anteil genommen.

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 Abgehoben: Zunächst  entschwebt Ortrud in Richtung Anhänger, erst dann folgt Gatte Roderik.

Quelle: jpw

Wie es sich für eine „Beerdigung“ gehört, dauerte das „Fellversaufen“ mit großer Intensität bis in die frühen Morgenstunden.

 Mit leichter Verspätung rückte der Trecker mit Stapelgabel und Anhänger an, um die schweren Holzfiguren aus ihren Verankerungen zu heben. „Wir mussten dabei aufpassen, dass wir die Holzkörper beim Anheben nicht zerdrücken“, berichtete der Vorsitzende des Fördervereins, Wilfried Hentschke, anschließend. Roderik und Ortrud seien doch schon sehr morsch gewesen.

 Die Originale werden als Formen für neue Figuren benötigt. Wie genau die Nachfolgegeneration hergestellt wird und welches Aussehen sie haben wird, war das beherrschende Thema des Abends – ebenso wie der endgültige Verbleib der alten Figuren.

 Da sich mit Blick auf die Nachfolger das Spendenaufkommen auf dem Platz „in überschaubarem Rahmen“ (Hentschke) hielt, entstand die Idee, kleine Roderiks und Ortruds aus Plastik herzustellen und an die Einwohner zu verkaufen. Hentschke selbst meldete allerdings Zweifel am Erfolg des Vorhabens an.

 Musikalisch verlieh die Live-Musik von „Orgel-Schorsch“ (George Kochbeck) und zwei Musikerfreunden mit dem Thema der Roderik-Hymne bereits dem Abbau den notwendigen, getragenen Rahmen. Das Trio sorgte bis um Mitternacht für Live-Musik.

 Bei aller Trauer um den Verlust der beiden Ortsgründerfiguren herrschte anschließend durchaus auch Vorfreude auf die Ereignisse, die der Förderverein künftig noch aushecken wird.
 jpw

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