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Wölpinghausen Hasso Neumann gestorben
Schaumburg Seeprovinz Wölpinghausen Hasso Neumann gestorben
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00:24 26.09.2014
Hasso Neumann. Quelle: pr.
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Wölpinghausen. Der frühere Elektronikunternehmer, Erfinder und Künstler befand sich – von seinem Sommerwohnsitz in Sardinien aus – bei einer wissenschaftlichen Tagung in Mainz.
Der gebürtige Berliner gründete 1963 in seiner Heimatstadt eine Elektrofirma als Servicecenter für Büro- und Unterhaltungselektronik.

Immer offen und fasziniert von technischem Fortschritt, befasste sich Neumann seit den frühen siebziger Jahren bereits mit der Solarenergieforschung. 1989 installierte er im Auftrag der Technischen Universität Berlin eine achteckige Solarleuchte vor dem Eingang. Er besaß mehrere Patente, unter anderem auch in der Weltraumforschung.

1982 kaufte Neumann das Matteschlösschen in Wölpinghausen, sanierte es und ließ sich gemeinsam mit seiner Frau 1992 dort nieder. Sein Interesse galt nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Kultur, speziell der Musik und der bildenden Kunst. Neumann modernisierte als Vorsitzender den Kulturverein Stadthagen und rückte für vier Jahre in den Vorstand der Schaumburger Landschaft. Er inszenierte als künstlerischer Leiter maßgeblich das „Schaumburger Kammermusikfest“.

Neumann stieß – nicht immer bequem – maßgeblich den Verständigungsprozess in Schaumburg über das Gedenken an die jüdischen Bürger an, die in der NS-Zeit vertrieben, verschleppt und zum großen Teil ermordet worden sind. Von ihm stammt die Menorah – aufbewahrt in der Martini-Kirche in Stadthagen, die er als Symbol für die Rückgabe der Bürgerrechte für die jüdischen Opfer sah. In den vergangenen Jahren hatte sich der umtriebige Freigeist verstärkt der Bildhauerei und der Erforschung der sardischen Kultur verschrieben. Sein Buch „Tiscali“ ist auch ins Italienische übersetzt worden.

Hasso Neumann wird morgen auf dem Friedhof in Berlin-Zehlendorf beigesetzt.  jpw

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