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Mit Hochleistung zerkleinert

Wiedenbrügge Mit Hochleistung zerkleinert

Wenn die Schlegel mit Wechselspitzen rotieren und der lange Rüssel den zerkleinerten Grünschnitt in den Anhänger pustet, kann man einfach nicht wegsehen: Rund 30 Männer und einige Frauen haben sich nach getaner Arbeit das Vergnügen gegönnt und bei Bratwurst und kalten Getränken dem Hochleistungsschredder der Firma Mensching zugeschaut.

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Wegschauen unmöglich: Heinrich Brinkmann (links) und Reinhard Türnau verfolgen die Arbeit des Hochleistungsschredders.

Quelle: jpw

Wiedenbrügge. Dieser leistete auf dem Festplatz in Wiedenbrügge zum Saisonabschluss ganze Arbeit.

 Doch auch mehrere Hundert Pferdestärken nützen nichts, wenn sich die Maschine zusetzt: „Das kommt von dem Grünzeug, besonders von den Koniferen“, berichtete der Vorsitzende des Fördervereins, Wilfried Hentschke, der nach einer Runde um die Maschine und den eifrig arbeitenden Lenker, mit dieser Nachricht wieder an den Tisch zurückkehrte. Dort war es zuvor beunruhigend ruhig geworden – das Dröhnen des kräftigen Motors hatte ausgesetzt, was zum verdutzten Köpferecken und Hentschkes Rundgang führte.

 Nein, wieder mitnehmen wollten die Männer ihre Anhänger nur noch leer. „Ich habe meine Äste Wiedenbrügge geschenkt“, sagte Reinhard Türnau aus Wölpinghausen grinsend und Heinrich Brinkmann nickte dazu mit dem Kopf. Brinkmann hatte – wie auch andere Landwirte – unterwegs noch den Grünschnitt von Nachbarn aufgeladen, innerhalb von Wiedenbrügge gab es vorher verabredete Ablagepunkte, von denen der Grünschnitt zum Festplatz transportiert wurde.

 „Wir feiern hier auch so ein wenig den Saisonabschluss“, meinte Hentschke. „Und es ist herrlich, auf dem parkähnlichen Gelände im Indian Summer in Wiedenbrügge.“

 Längst lärmte der Schredder wieder herüber, in etwas mehr als einer Stunde Netto-Arbeitszeit lag das Garten- und Wiesengebüsch als Dünger- und Mulchmasse auf den Anhängern. jpw

Grünschnitt statt Bauschutt

Grünschnitt ist in Wiedenbrügge Vertrauenssache. Vermischt mit innerdörflicher Organisation läuft seit einigen Jahren auch die Schredderparty auf dem Festplatz. Aber trotz kurzer Wege und kurzer Liegezeiten des Hecken- und Baumschnitts auf dem Festplatz hat schon einmal Bauschutt auf dem Grün gelegen.
„Wir wussten, wer es gewesen ist“, berichtet Wilfried Hentschke. Der Verursacher bekam eine Anzeige und musste seinen Bauschutt wieder entfernen: „Eine richtig teure Sache“, erinnert Hentschke sich.
Damit sich Ähnliches nicht wiederholt, halten es die Wiedenbrügger mit möglichst kurzen Anfahrtsfristen für das Schreddergut: „Einzäunen wollen wir das Gelände nicht, einen Posten stellen können und wollen wir auch nicht, und Webcams sollen es auch nicht sein.“
Warum es die Schredderparty in Wiedenbrügge gibt und wie das Prinzip funktioniert, hat Hentschke in einem Video erläutert. jpw

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