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Mit Kanonendonner den Frühling begrüßt

Wölpinghausen / Infanterieregiment Graf Wilhelm Mit Kanonendonner den Frühling begrüßt

Mit Pulverdampf und Kanonendonner hat das Infanterieregiment Graf Wilhelm das Frühlingserwachen eingeläutet. In der „Grünen Mitte“ in Wölpinghausen stellte der Verein die Zeit um zirka 250 Jahre zurück, trainiert wurde das Exerzieren beim Geschütz und am Gewehr. Als Gast mit dabei war das befreundete Infanterieregiment Nr. 1 aus Ossendorf.

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Die Infanteristen trainieren militärische Abläufe.

Quelle: Foto: han

Wölpinghausen (han). Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonnabendmorgen begannen die 20 Soldaten mit dem Trockenexerzieren, also der Gefechtsausbildung ohne Böllerschüsse. Am frühen Nachmittag wurden die Pferde vor den Kanonenwagen gespannt, in Reih und Glied marschierte das Regiment durch den Ort. Mit von der Partie waren einige Marketenderinnen, neugierige Kinder beobachteten das Militärspektakel. 

Während einer Beschussfeuerprobe wurde getestet, ob die Pferde dem Lärm widerstehen. Mit Erfolg – die Tiere blieben ruhig und ließen sich nichts anmerken. Geübt wurde an Kanonen unterschiedlichen Kalibers, dem kleinen Infanteriegeschütz Falkonett sowie den Drei- und Sechspfündern, benannt nach dem Kugelgewicht.

Die Übungen machten deutlich, wie viel Drill in damaligen Zeiten nötig war, um die umständliche Waffentechnik effizient zu bedienen. Um einen einzigen Schuss abzufeuern, mussten sich sechs Artilleristen abrackern. Zunächst wurden die Pferde von der Kanone abgespannt, dann wurde die Waffe ausgerichtet, geladen und abgefeuert.

„Für einen Schuss haben wir dreieinhalb Minuten benötigt“, berichtete Frank Grabitz, Sergeant und Geschäftsführer des Infanterieregiments. Bei der Schlacht bei Minden im Jahr 1759 sei eine Schussfrequenz von drei Kugeln pro Minute erreicht worden. 

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