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Wölpinghausen Region soll Radwegsanierung bezahlen
Schaumburg Seeprovinz Wölpinghausen Region soll Radwegsanierung bezahlen
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00:19 12.09.2015
Quelle: dpa
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Wölpinghausen

Genau 238 Meter dieses wohl meist genutzten touristischen Radweges Niedersachsens verlaufen ganz in der Nähe der alten Deponie durch die Gemarkung Wiedenbrügge, die zur Gemeinde Wölpinghausen gehört. Aktuell sorgen jedoch große Schlaglöcher dafür, dass der Fahrkomfort auf der Strecke bleibt.

Auch die wassergebundene Decke des Weges ist kaputt. Die folgenden rund 700 Meter, die zur Gemeinde Hagenburg gehören, sind ebenfalls in keinem guten Zustand. „Das werden die Hagenburger wohl auch machen müssen“, vermutet Bürgermeister Joachim Schwidlinski (SPD). Vom Bauhof gebe es bereits ein Angebot an die Gemeinden, die Strecke in einem Stück wieder herzustellen. Aus diesem Grund hat der Leiter des Bauhofes der Samtgemeinde, Ulrich Reumke, an der jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus teilgenommen.

Für den schmalen Haushalt der Gemeinde Wölpinghausen bedeutet das bisher Kosten in Höhe von rund 3600 Euro, die in den Tourismus am Steinhuder Meer investiert werden müssten, von dem in der Gemeinde finanziell so gut wie nichts hängen bleibt. Vorsichtige Überlegungen aus dem Gremium, was wäre, „wenn man einfach nichts macht“, weist der Ausschussvorsitzende Jens Krull (CDU) sofort zurück: „Die Gemeinde hat die Verkehrssicherungspflicht, das geht nicht.“ Die Vielzahl der Radfahrer verursache zwar auch Schäden, aber wenigstens drehten auf dem Stück keine Trecker um, meint Krull, der selbst Landwirt ist.

Zumindest einen Teil des Geldes wollen sich die Ausschussmitglieder wiederholen. Der Sanierungsbeschluss wird mit der Maßgabe gekoppelt, bei der Region Hannover um eine Kostenbeteiligung zu verhandeln. Diese sehen die Wiedenbrügger Kommunalpolitiker in der Pflicht, genau wie auch den Landkreis Schaumburg, der ebenfalls den Naturpark Steinhuder Meer mit trägt.

Weitere 38 Punkte hatte Dirk Hesterberg bei der Begutachtung der Wölpinghäuser Feldmark notiert, an denen die Hecken geschnitten, und Bäume gestutzt oder aus Gräben entfernt und Wege ausgebessert werden sollen. Hesterberg rechnet jetzt zusammen, ermittelt die Kosten und lässt den Verwaltungsausschuss weiter entscheiden. Auf der Liste des Bauhofes, der den größten Teil der nicht fremd vergebenen Arbeiten ausführt, stehen ohnehin noch Arbeiten, die im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben wurden. jpw

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