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Wölpinghausen Schaumburger trägt olympische Fackel
Schaumburg Seeprovinz Wölpinghausen Schaumburger trägt olympische Fackel
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06:16 23.04.2012
Stefan Beschle bei einem Urlaub in London. Die britische Hauptstadt richtet die Olympischen Sommerspiele 2012 aus. Quelle: pr.

Wölpinghausen/Berlin (jcp). Nach seinem Kommunikationsstudium in Münster hatte es den Schaumburger erst nach Köln und schließlich nach Berlin verschlagen, wo er im Bereich „Corporate Social Responsibility“ (Unternehmensverantwortung) eines Hotels tätig war. Für sein Sponsoring bot das Olympische Komitee dem Konzern, zu dem Beschles damaliger Arbeitgeber gehört, 70 Fackelläufer-Plätze an.

„Als ich den Aushang sah, dachte ich sofort, die Gelegenheit gibt es jetzt und nie wieder“, erinnert sich Beschle. Er bewarb sich und „stiftete“ auch Kollegen dazu an. „Wenn nur einer vom Standort Berlin ausgewählt würde, wäre das ja schon der Hammer gewesen“, sagt Beschle. War es dann auch. Beschle selbst wurde dazu bestimmt, die olympische Fackel über dreihundert Meter in der Nähe der englischen Stadt Bath durch Großbritannien zu tragen. Ein satter Erfolg, auch wenn sich selbstverständlich nicht alle der weltweit rund 11 500 Mitarbeiter des Konzerns um einen der 70 Plätze beworben haben dürften.

In Beschles beruflicher Karriere finden sich viele Pluspunkte, die in der Summe zu der Entscheidung geführt haben dürften. In der Öffentlichkeitsarbeit der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ entwarf er unter anderem eine Kampagne, die selbstgestrickte Mützen für Kinder in Entwicklungsländern sammelte. Außerdem war er bei akuten Notfällen „Save the Childrens“ Ansprechpartner für andere Organisationen. In Beschles Zeit bei der Kinderrechtsorganisation ereignete sich unter anderem das Erdbeben in Haiti.

Nach dem Arbeitgeberwechsel organisierte Beschle unter anderem in einem zum Hotel gehörenden Gebäude eine Ausstellungsmöglichkeit für in Not geratene Künstler, die zum Beispiel eine Operation in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte.

Beschles großer Tag ist der 22. Mai. Ein sicherlich unvergessliches Ereignis – auch, weil er die anderthalb Kilo schwere Fackel nach dem Lauf behalten darf.