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Vom Baum in die Presse

Apfeltage in Wölpinghausen Vom Baum in die Presse

Schwere Apfelfracht, insgesamt 8000 Kilogramm, haben Bürger im Auto und auf Anhägern angeliefert – und den frisch gepressten Saft der eigenen Früchte, in Beutel gefüllt und in Kartons verpackt, wieder mitgenommen. Der Nabu Sachsenhagen hatte am Wochenende zu Apfeltagen auf dem Hof der Familie Tute eingeladen.

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Direkt an der mobilen Saftfabrik liefern die Bürger ihre Äpfel ab. Der Saft gelangt in Beutel und diese in praktische stapelbare Kartons. Für Apfellieferanten und Besucher, die einfach zum Schauen kommen, präsentiert der Nabu Apfelsorten.

Quelle: sk

Im Mittelpunkt stand der Mostexpress aus Hildesheim, an dem auch Lukas Drüen seinen Volvo samt Anhänger geparkt hatte, voll beladen mit Äpfeln aus dem eigenen Obstgarten. Sechs bis acht Zentner schätzte der Sachsenhäger: „Eine gute Ernte.“ Ein Baumast sei sogar unter der Last der Früchte abgebrochen.

Nicht ganz so gut sei die diesjährige Apfelernte auf den Streuobstwiesen ausgefallen, berichtete Nabu-Vorstandsmitglied Hermann Schröder. Der Sommer sei zu trocken gewesen. Immerhin 3500 Kilogramm Äpfel – im Vorjahr waren es 4000 Kilogramm – konnte der Nabu bereits am Freitag zu Saft verarbeiten lassen.

Ein Zeitplan für die Apfelpresse

Die Gelegenheit, eigene Äpfel zu Saft pressen zu lassen, nutzen allein am Sonnabend 35 Bürger, die angemeldet mit ihren Autos vorfuhren. Ein Zeitplan regelte, wer wann seine Äpfel abladen konnte.

Ganz ohne Äpfel kamen Helena (4), Ylvi (4) und Jonatan (4) mit ihren Eltern auf dem Hof, um bei der Saftproduktion zuzuschauen. Helena marschierte stracks auf die mobile Fabrik zu: „Erst mal gucken, wie die das machen.“

Waschen, schreddern und pressen der Früchte hießen die ersten Arbeitsschritte. Es folgte das Filtern des Saftes, das Erhitzen in Edelstahltanks (pasteurisieren) und das Abfüllen des Saftes in einen Fünf-Liter-Schlauchbeutel.

Dieser kam zum Schluss in einen Karton, aus dem dann gezapft werden kann. Ungeöffnet, so Schröder, hält sich der Saft in den Beuteln ein bis zwei Jahre. Übrig blieb beim Pressen der Trester, der an Vieh verfüttert wird oder als Gründünger dient. Der Nabu nutzte die Apfeltage auch, um über seine Arbeit zu informieren, Apfelsorten und die neue Streuobstwiese in Schmalenbruch vorzustellen. sk

 Bilder auf sn-online.de

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