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Von der Reformation zur Moderne

"Luther-Code" vertont Von der Reformation zur Moderne

Der Filmkomponist und Keyboarder George Kochbeck hat zusammen mit seinem Sohn Lucas Kochbeck die sechsteilige TV-Serie „Der Luther-Code“ vertont, die ab dem 29. Oktober im Abendprogramm des Fernsehsenders Arte zu sehen ist. Dafür engagierte er sieben weitere Streicher.

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Im Studio von George Kochbeck werden die Streicherarrangements live eingespielt.

Quelle: jpw

Wiedenbrügge. Und das trotz eingeschränktem Budgets. Zu Kochbeck gesellten sich: Theresa Marie Hetzel und Stefan Gimenez (Violine), Johanna Geit und Anette Wiborg (Bratsche) sowie der Cellisten Willem Schulz, für die Tontechnik war Sven Trees verantwortlich.

„Häufig haben die Sender nicht die Budgets für echte Menschen. So war das da auch in diesem Fall“, erläuterte Kochbeck im SN-Gespräch. Für die musikalische Untermalung solcher Sendungen werde vorwiegend auf Sampler zurückgegriffen. Weil das Thema für ihn „ein persönliches Anliegen“ sei, habe er dennoch zugesagt und die Gage für die Streicher auf die eigene Kappe genommen.

Intensive Auseinandersetzung

Die Auseinandersetzung mit sakraler Musik und damit historischen Themen beschäftigt den Komponisten seit 2015 verstärkt. Den Anstoß dazu habe die Auftragsarbeit des Bischofs der Landeskirche Schaumburg-Lippe, Karl-Hinrich Manzke, gegeben. Für das Konzert zum 400-jährigen Bestehen der Bückeburger Stadtkirche hatte sich Kochbeck „durch 500 Jahre Geschichte gearbeitet“. Das Ergebnis hat ihn selbst beeindruckt. „Das kam tierisch gut an. Es war für mich das erste Mal, dass ich mit 180 Musikern gearbeitet habe.“

Als die Anfrage für die Arte-Doku kam, sagte er schon deshalb zu, weil er die Inhalte aus dem Bückeburger Projekt „von den lokalen Fesseln befreien und noch mal auf einen anderen Hintergrund setzen“ konnte. „Das wollte ich so gut wie möglich machen“, sagte Kochbeck. Also habe er die Streicher zwei Tage lang im Studio die Passagen einspielen lassen. Insgesamt arbeitete er ein Jahr lang an der Vertonung der Dokumentation und produzierte insgesamt drei Stunden Musik.

Glaube, Liebe, Hoffnung, Tod und Leben

Inhaltlich gehe es um die großen Menschheitsfragen wie Glaube, Liebe, Hoffnung, Tod und Leben. Diese zögen sich nicht nur durch die Kirchengeschichte. Auch die Stücke der Pop- und Rockmusiker rankten sich um diese Fragen, ergänzte Kochbeck. Um die Brücke zur Gegenwart zu schlagen, seien viele moderne Elemente eingeflossen. In „Der Luther-Code“ kommen deshalb auch etliche junge Menschen zu Wort.

Laut Senderinformationen geht die Dokumentationsreihe den Fragen nach: Wie ist der moderne Mensch entstanden? Und ist er vorbereitet, die Zukunft zu meistern? Luther ist demnach nur der Dreh- und Angelpunkt der Dokumentation, da dessen Aufbegehren Auslöser für die Erneuerung des Glaubens und die Revolution des Wissens gewesen sei.

Aus seinem Material will Kochbeck Arrangements für die Bühne machen. Denn es sind – wie auch nach der Bückeburger Arbeit mit dem GK-Ensemble – wieder Live-Auftritte geplant, bei denen Interpretationen der Filmmusik zu hören sein werden. Dann werde die Instrumentalversion auch mit Gesang ergänzt.

In Stücke aus „Der Luther-Code“ kann bereits jetzt hineingehört werden. Auf soundcloud.com sind Themen aus der Dokumentation von Kochbecks Monopalast Productions hinterlegt. bab

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