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Weltbeobachter mit kongenialer Ergänzung

Wölpinghausen / Dirk Schelpmeier Weltbeobachter mit kongenialer Ergänzung

Dirk Schelpmeier geht immer noch nicht ins Freibad, beschwört beharrlich die „innere Freiheit auf der Kreidler-Florett“ und warnt angesichts der drohenden Klimakatastrophe vor campenden Holländern im Vorgarten. Der Detmolder Liedermacher, Sänger und Songwriter gastierte in der „Kleinen Freiheit Nr. 4“ nicht nur mit seinen musikalischen Klassikern, sondern auch mit  „Plögerette“: Natalie Plöger, kongeniale Ergänzung am Kontrabaß.

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Kongeniale Mischung: Dirk Schelpmeier und Natalie Plöger.

Quelle: jpw

Wölpinghausen. Sie erhält Schelpmeiers atmosphärisch dichten Studiokompositionen auch live virtuos ihre musikalische Intensität, und fügt sich in jeden Stil- und Rhythmuswechsel fast vorausahnend mit intensivem Saitenzupfen oder Bogenstrich punktgenau ein. Sie unterstreicht und rundet zugleich ab - meist auch mit einem bezaubernden Lächeln.

Und fehlt an entsprechender Stelle einmal ein Streichquartett, gibt’s zur Gitarre und Kontrabass eben von beiden stimmalerische Unterstützung.

Schelpmeier setzt seine soziologischen Studien („Paare bei Ikea“) in Musik um, lässt in fast liebevoll gezeichneter Alltagssatire Durchschnittscharaktere aufscheinen. Kein Weltveränderer, sondern ein Weltbeobachter aus der Perspektive Ostwestfalens. „Dramatische Texte“, so sagt er selbst, das wisse man seit Bob Dylan, „gehen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus“. Sie bewirkten nichts. 

Seine halbernst gemeinten Botschaften sind dagegen subtiler, bleiben nicht im Hals stecken, haben aber trotzdem Aufforderungscharakter. Wie gesagt: Um zu verhindern, dass der BVB künftig statt in gelb in orange spielt, und jede Menge Holländer zum Dauerbesuch kommen, sei es dringend geboten, etwas für die Co2-Bilanz zu tun.

„Normalerweise spielen wir nur in Fußballstadien“, grinst Schelpmeier in den Zuschauerraum der „Kleinen Freiheit Nr. 4“ hinein, aber auch hier, im „Clubheim“ ist es schön, was ihm sofort den Return von Organisatorin Brigitte Hassink einbringt: „Kultur-Café!“ Schelpmeier lässt sich nicht lumpen und sprengselt angesichts des vorgegebenen Niveaus ins Programm auch noch einige seiner eher dadaistischen Gedichte ein.

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